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Pramila Jayapal, Anführerin der Parteilinken im US-Kongress, verhandelt auf eigene Faust über Öllieferungen für Kuba. In Washington löst ihr Alleingang einen Sturm der Entrüstung aus – die Republikaner wittern Verrat und fordern harte Konsequenzen. Pramila Jayapal mag es ungemütlich. Die Wortführerin des linken Flügels der Demokraten hat sich in Washington längst einen Ruf als ideologische Brandstifterin erarbeitet, die keine Konfrontation scheut – erst recht nicht, wenn es um die Trümmer der US-Außenpolitik geht. Doch ihr jüngster Vorstoß in Sachen Kuba könnte selbst für die kampfgestählte Abgeordnete aus Seattle eine Nummer zu groß sein.
Es ist eine Geschichte, die wie aus der Zeit gefallen wirkt, ein Echo des Kalten Krieges im digitalen Zeitalter. Jayapal, gerade erst von einer Delegationsreise auf die sozialistische Insel zurückgekehrt, räumte freimütig ein, hinter den Kulissen mit Diplomaten aus Mexiko und anderen Staaten über die kriselnde Ölversorgung Havannas verhandelt zu haben. Ihr Ziel: Die bittere Not der kubanischen Bevölkerung zu lindern, die unter einer chronischen Energiekrise leidet. Ihr Problem: In den Augen der Republikaner hat sie damit eine rote Linie überschritten, die direkt ins Strafgesetzbuch führt. Die Reaktion folgte prompt und mit der kalkulierten Wucht eines politischen Vorschlaghammers. Ashley Moody, Senatorin aus Florida, nutzte das Scheinwerferlicht von Fox News für eine Breitseite, die an Schärfe kaum zu überbieten war. Von Verrat war die Rede, von der Untergrabung nationaler Sicherheitsinteressen und der unzulässigen Anbiederung an ein „kommunistisches Regime“. Moody forderte unverhohlen strafrechtliche Konsequenzen. In der Tat bewegt sich Jayapal rechtlich auf dünnen Eis. Während die Jahre unter Joe Biden von vorsichtigen Öffnungsversuchen geprägt waren, hat die Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus die Uhren wieder auf maximale Konfrontation gestellt. Kuba gilt in Washington erneut als Schurkenstaat, das Ölembargo als heilige Kuh der Nationalkonservativen. Dass eine Abgeordnete auf eigene Faust Kanäle öffnet, um eben dieses Embargo zu umgehen, empfindet die Rechte als Sabotage der Exekutive. Jayapal kontert gewohnt angriffslustig. Sie nennt die US-Sanktionen eine „grausame kollektive Bestrafung“ und vergleicht den wirtschaftlichen Druck mit einer physischen Bombardierung der Infrastruktur. Es ist ein Narrativ, das in Havanna verfängt, in den Fluren des Kapitols jedoch wie eine Kriegserklärung an die eigene Regierung klingt. Der Fall Jayapal ist mehr als nur ein diplomatisches Scharmützel. Er ist das Symptom einer tief gespaltenen Supermacht, in der die Außenpolitik nicht mehr an der Wasserkante endet, sondern zum Schauplatz eines unerbittlichen Kulturkampfes geworden ist. Während Moody nach dem Staatsanwalt ruft, inszeniert sich Jayapal als moralisches Gewissen einer Nation, die ihrer Meinung nach ihre Menschlichkeit verloren hat. Kuba bleibt derweil im Dunkeln, während in Washington die politischen Feuer lodern.
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Während KUBAKUNDE-Redakteur Leon Latozke in seinen Nachrichten- Archiv
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