Neues aus Kuba
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09.04.2026 09:00 Uhr
Kuba erhält erneut humanitäre Hilfe aus den USA: 600 Lebensmittel- und Hygienekits wurden über Catholic Relief Services an Cáritas Kuba übergeben. Die Unterstützung gilt den Opfern des Hurrikans Melissa, der im Oktober 2025 den Osten der Insel verwüstete.
Foto von tiago claro auf Unsplash
Fünf Monate nach dem verheerenden Durchzug des Hurrikans Melissa durch den Osten Kubas Ende Oktober 2025 erreicht die betroffene Bevölkerung weiterhin internationale Unterstützung. Die katholische Hilfsorganisation Cáritas teilte am Mittwoch (8.) mit, dass eine neue Lieferung humanitärer Güter aus den Vereinigten Staaten auf der Insel eingetroffen ist.
Die Sendung umfasst 600 Lebensmittel- und Hygienekits und wurde über Catholic Relief Services (CRS), den humanitären Arm der US-amerikanischen katholischen Kirche, koordiniert. Die Übergabe erfolgte am internationalen Flughafen Antonio Maceo in Santiago de Cuba, wo CRS-Vertreter die Pakete persönlich an Cáritas-Direktorin Carmen María Nodal aushändigten. Die Hilfsgüter sind für Familien in den Diözesen der Provinzen Holguín und Las Tunas bestimmt – zwei der am stärksten vom Sturm betroffenen Regionen im Osten der Insel. Cáritas setzt bei der Verteilung auf ein dezentrales Netzwerk aus Freiwilligen, Pfarr- und Diözesanteams sowie lokalen Ordensgemeinschaften. Vorrang haben dabei besonders vulnerable Gruppen: alleinerziehende Mütter mit kleinen Kindern, Senioren sowie Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität. Die aktuellen Kits reihen sich in eine Serie von Hilfslieferungen ein, die bereits Mitte Januar auf dem Luft- und Seeweg die Insel erreicht hatten. Zu den bislang gelieferten Gütern zählen Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Speiseöle und Zucker, aber auch Wasseraufbereitungstabletten, Töpfe, Küchenutensilien, Decken und Taschenlampen. Die amerikanische Regierung hatte das Hilfsprogramm zunächst mit drei Millionen US-Dollar angekündigt. Im Februar stockte Washington das Paket um weitere sechs Millionen Dollar auf – insgesamt also neun Millionen Dollar für die Katastrophenhilfe auf Kuba. Hurrikan Melissa hatte Ende Oktober 2025 den Osten Kubas als Kategorie-3-Sturm auf der Saffir-Simpson-Skala mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde und Niederschlagsmengen von stellenweise 400 Millimetern überquert. Nach Angaben der kubanischen Regierung gab es keine Todesopfer. Der materielle Schaden war jedoch enorm: Mehr als 116.000 Wohngebäude wurden beschädigt oder zerstört, ebenso rund 600 staatliche Gesundheitseinrichtungen, über 2.000 Bildungszentren und annähernd 100.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Auch die Infrastruktur in den Bereichen Transport, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung erlitt erhebliche Schäden.
Quelle: EFE (https://t1p.de/a0t0a)
Autor: Leon Latozke
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