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72. Jahrestag des Moncada-Angriffs: Kuba räumt eigene Fehler inmitten der Krise ein (+ Video)26/7/2025
Kuba hat den 72. Jahrestag der Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago de Cuba, den symbolträchtigsten Feiertag des Landes. Bei der zentralen Veranstaltung in Ciego de Ávila räumte Premierminister Manuel Marrero eigene Fehler der Regierung ein und kündigte Korrekturen an, um die schwere Wirtschaftskrise zu bewältigen.
26.07.2025
Kuba hat den 72. Jahrestag der Angriffe auf die Kasernen Moncada und Carlos Manuel de Céspedes begangen, die als Beginn der kubanischen Revolution gilt. Die zentrale Veranstaltung fand am Samstag (26.) in der Provinzhauptstadt Ciego de Ávila statt und wurde von einer ungewöhnlich deutlichen Selbstkritik der Regierung begleitet. Ministerpräsident Manuel Marrero erklärte, die Überwindung der schweren Wirtschaftskrise sei nur möglich, wenn „eigene Fehler“ und „strukturelle Defizite“ korrigiert würden.
Marrero sprach von „beispiellosen Herausforderungen, sowohl interner als auch externer Natur“. Die anhaltenden Stromausfälle bezeichnete er als eines der dringendsten Probleme, da sie die Versorgungslage verschärften und die wirtschaftliche Aktivität lähmten. Kuba erlebt derzeit die wohl tiefste ökonomische Krise seit Jahrzehnten: Lebensmittelknappheit, Treibstoffmangel, hohe Inflation und eine wachsende Dollarisierung prägen den Alltag. Die Folge ist eine massive Auswanderungswelle, die selbst regierungsnahe Medien nicht mehr verschweigen. An der Zeremonie nahmen neben Marrero auch Raúl Castro, 94, sowie Präsident Miguel Díaz-Canel teil. Castro, offiziell nur noch „Führer der Revolution“, trat damit erneut öffentlich in Erscheinung. Auf dem Máximo-Gómez-Báez-Platz versammelten sich nach offiziellen Angaben rund 10.000 Menschen. Unter den Gästen befanden sich hochrangige Vertreter der Kommunistischen Partei, des Staats- und Ministerrats sowie Delegationen aus 23 Ländern, die von der Regierung als Ausdruck internationaler Solidarität hervorgehoben wurden. a2tbbkD51sw
Der 26. Juli gilt als wichtigster Gedenktag Kubas. Er erinnert an die 1953 gescheiterten Angriffe auf zwei Militärkasernen, mit denen eine Gruppe junger Revolutionäre um Fidel Castro den Sturz des damaligen Diktators Fulgencio Batista einleiten wollte. Der Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba – die zweitgrößte Militäranlage des Landes – war als Signal gedacht, einen landesweiten Aufstand auszulösen. Der Plan scheiterte: Viele der Beteiligten wurden getötet oder verhaftet, die Überlebenden vor Gericht gestellt und zu langen Haftstrafen verurteilt. Zwei Jahre später wurden sie amnestiert und setzten ihren Kampf aus dem Exil fort. Sechs Jahre danach mündete dieser in den Sieg der Revolution und die Errichtung des bis heute bestehenden sozialistischen Systems.
Quelle: EFE (https://t1p.de/14m03)
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Text: Leon Latozke
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