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Die gebürtige Kubanerin Sonja Terrimora bringt Lebensfreude, Wärme und Energie nach Bremen – in die Villa Vita, eine sonderpädagogische Wohngruppe für Menschen mit geistigen und psychischen Beeinträchtigungen.
28.09.2025 10:00 Uhr
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„Abre me la puerta“ – „Mach mir die Tür auf“. Für Sonja Terrimora ist dieser Satz nicht nur ein Lieblingslied, sondern auch Ausdruck ihres Lebens. Die gebürtige Kubanerin öffnet Türen für Menschen, deren Alltag sonst voller Barrieren ist. Das zeigt ein Videobeitrag von Radio Bremen, in dem Terrimora in Bremen in der sonderpädagogischen Wohngruppe „Villa Vita“ begleitet wird. Dort wohnen elf Menschen mit geistigen und psychischen Beeinträchtigungen, und Terrimora ist für medizinische Versorgung, Pflege und Alltagsassistenz verantwortlich – mit vollem Herzen und unerschütterlicher Hingabe.
Der Tag beginnt früh: Um 6 Uhr ist sie bereits im Einsatz. „Es läuft nicht, wie ich sage, sondern wie sie wollen“, erklärt sie im Video. Die Arbeit ist herausfordernd, doch die Kubanerin liebt ihren Job. „Das Leben ist anstrengend. Von daher gehört dazu“, sagt sie pragmatisch. Nähe und Vertrauen sind zentrale Elemente ihrer Arbeit. Angst vor Körperkontakt darf man in diesem Beruf nicht haben. Kleine Rituale, wie das tägliche Rasieren eines älteren Bewohners, zeigen ihr Einfühlungsvermögen – Momente des Vertrauens, die in der Mediathek eindrucksvoll zu sehen sind. Terrimoras kubanische Herkunft prägt ihren Umgang mit den Bewohnern: Wärme, Lebensfreude und Energie fließen in jeden Handgriff. Die Villa Vita ist kein streng steril geführtes Pflegeheim, sondern ein lebendiger Ort, an dem die Bewohner im Mittelpunkt stehen. Tagsüber sind viele von ihnen in Werkstätten oder arbeiten, etwa im Bremer Martinshof, doch Terrimora bleibt präsent, begleitet sie in Alltag und Mobilität und vermittelt Sicherheit. „Du bist ganz nah am Körper, weil du meine Stabilität bist“, sagt sie über die Arbeit mit Rollstühlen. Ursprünglich studierte Sonja in Kuba Jura, arbeitete in Ölimportverträgen und beim Zoll in Havanna. In Deutschland wird ihr Abschluss nicht anerkannt, doch statt zu resignieren, fand sie ihre Berufung: Altenpflege. Ihre Ausbildung absolvierte sie mit Auszeichnung, Jahrgangsbeste in Bremen. „Ich habe ein Problem mit Menschen, die durchschnittlich sein wollen. Wenn ich mich entscheide, etwas zu machen, dann mache ich das gut“, erklärt sie im Video. Die Liebe brachte sie nach Bremen, die Leidenschaft für die Pflege machte sie zu einer unverzichtbaren Bezugsperson. Sie organisiert Ausflüge, nutzt ihren Dienstwagen, um alle Bewohner mitzunehmen, und bleibt jederzeit präsent, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Dabei fließt die kubanische Lebensfreude in jeden Handgriff – eine Mischung aus Professionalität, Wärme und Energie, die das Video eindrucksvoll dokumentiert. Sonja Terrimora zeigt, dass Pflege mehr ist als ein Beruf: Es ist eine Herzensangelegenheit. Mit Empathie, kubanischem Temperament und Engagement bringt sie Struktur, Sicherheit und Lebensfreude in die Villa Vita. Sie öffnet Türen – nicht nur im wörtlichen Sinn, sondern auch für ein selbstbestimmtes, lebendiges Leben der Menschen, die ihr anvertraut sind. Wer das Video in der Mediathek sieht, spürt: Hier kommt jemand aus Kuba, der ein Stück seiner Heimat, seiner Lebensfreude und Menschlichkeit nach Bremen bringt.
Quelle: buten un binnen (https://t1p.de/pxvt1)
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Text: Leon Latozke
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