Neues aus Kuba
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Die kubanische Regierung kritisiert die aktuellen Migrationsmaßnahmen der USA und warnt vor den Folgen für ihre Staatsangehörigen. Außenminister Bruno Rodríguez betont, dass Kubaner in den USA willkürlicher Abschiebung ausgesetzt sind und Bankkonten eingefroren werden könnten.
Abbildung: U.S. Immigration and Customs Enforcement, ICE.Arrest lg, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Die kubanische Regierung hat die jüngsten Migrationsmaßnahmen der Vereinigten Staaten scharf kritisiert. Nach Angaben des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez sind kubanische Staatsangehörige in den USA «Verfolgung» ausgesetzt und sehen sich dem «Risiko» einer willkürlichen Abschiebung gegenüber. Auf der Plattform X schrieb Rodríguez, dass viele Kubaner zudem die Bedrohung erleben, dass ihre Bankkonten eingefroren oder Gelder blockiert werden könnten.
Rodríguez machte jene verantwortlich, die Kubaner zur Migration ermutigt hätten, und warf ihnen politischen Opportunismus sowie Verrat an den eigenen Landsleuten vor. Die Kubaner in den USA seien Opfer einer Politik, die von kurzfristigen Vorteilen, politischem Einfluss und Geldinteressen geprägt sei. Die Kritik richtet sich gegen eine Reihe von Entscheidungen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Am 2. Dezember 2025 ordnete das Weiße Haus die Aussetzung sämtlicher Migrationsanträge von Bürgern aus 19 Ländern an, darunter Kuba, Venezuela, Haiti und Somalia. Betroffen sind Anträge auf Daueraufenthalt, Einbürgerung, Asyl sowie Überprüfungen bestehender Aufenthaltstitel. Viele Interviews für Einbürgerungszeremonien wurden abgesagt, und behördliche Abläufe verzögerten sich erheblich. Darüber hinaus kündigte die US-Regierung eine strengere Prüfung der „Green Cards“ aus den betroffenen Staaten an. Auch steuerliche Rückerstattungen wie Kinder- oder Arbeitseinkommensgutschriften sollen reduziert werden, da laut Washington Immigranten überproportional von diesen Leistungen profitieren würden. Hintergrund dieser Maßnahmen sind die verschärfte Einwanderungspolitik und sicherheitsrelevante Vorfälle in den USA, darunter der jüngste Schusswaffenvorfall auf Mitglieder der Nationalgarde in Washington, der einem afghanischen Asylbewerber zugeschrieben wird. Bereits in den ersten neun Monaten der Trump-Regierung wurden laut NBC News mehr als 75.000 Menschen ohne Vorstrafen in Massenrazzien durch den Immigration and Customs Enforcement (ICE) festgenommen. Die kubanische Regierung sieht in diesen Entwicklungen eine direkte Gefährdung ihrer Staatsangehörigen und fordert internationale Aufmerksamkeit. Die Entscheidung der US-Administration hat das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen beiden Ländern weiter belastet und wirft neue Fragen über den Schutz von Migranten und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Einwanderung auf.
Quelle: Bruno Rodriguez/X (https://t1p.de/8r2mx)
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Text: Leon Latozke
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