|
07.06.2026 08:00 Uhr
Kuba verliert weitere Verbindungen zu seinem wichtigsten Tourismusmarkt: Sunwing Vacations, WestJet Vacations und Air Canada setzen ihre Flüge zur Karibikinsel auf unbestimmte Zeit aus.
Der kanadische Reiseveranstalter Sunwing Vacations sowie die zugehörige Marke WestJet Vacations haben angekündigt, ihre Flüge nach Kuba auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Die Tochtergesellschaften der Sunwing Vacations Group, zu der auch WestJet Vacations Québec zählt, erklärten diesen Schritt in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur CTV News. Bereits im April hatten die Unternehmen einen temporären Stopp der Kuba-Operationen verkündet, damals jedoch noch mit der Aussicht auf eine Wiederaufnahme im Oktober. Nun erfolgt eine Verlängerung der Sperre ohne konkretes Enddatum. Auch Air Canada verlängerte die im April angekündigte vorübergehende Aussetzung ihrerKuba-Flüge am Freitag unbestimmte Zeit.
Die Begründung für die Ausweitung der Aussetzung blieb vage, doch die Betreiber räumten die schwerwiegenden Auswirkungen auf Reisende und die einheimische Bevölkerung ein. In der Stellungnahme hieß es, man sei sich der Enttäuschung für Gäste und Reiseberater bewusst, insbesondere angesichts der langjährigen Verbindungen vieler Kanadier zu Kuba und seinen Menschen. Die Aussetzung gelte in einer Zeit, in der lokale Gemeinschaften, Beschäftigte im Tourismus und Geschäftspartner ohnehin unter Druck stünden. Man hoffe auf eine Erholung des Reiseziels und langfristigen Erfolg. Bereits gebuchte Reisende sollen direkt kontaktiert werden, um Alternativen wie Umbuchungen oder Rückerstattungen anzubieten. Die kubanische Insel leidet seit Monaten unter täglichen Stromausfällen und Treibstoffengpässen, die auf das US-amerikanische Ölembargo zurückgeführt werden. Lokale Regierungsvertreter machen die Blockade auch für Wasserknappheit, Versorgungsprobleme, Mängel im Gesundheitssystem und massive Störungen des Alltagslebens verantwortlich. Das Embargo, eine Verschärfung der seit Jahrzehnten bestehenden US-Blockade, erschwert der Regierung die Bereitstellung von Elektrizität und Benzin für die Bürger erheblich. Bereits im Februar hatte die kanadische Außenministerin Anita Anand Landsleute zur Ausreise aufgefordert. Anfang der Woche zog sich zudem die spanische Hotelkette Meliá aus 15 ihrer 34 auf der Insel betriebenen Hotels zurück, was die Krise in Kubas Tourismussektor weiter verschärft.
Quelle: BNN Bloomberg (https://t1p.de/9yrx6)
Autor: Leon Latozke
Letzte Meldungen
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |
Dossiers
Mediathek
Anzeige (M2) Anzeige (G4) Achiv
Archiv
September 2026
|


RSS-Feed