Neues aus Kuba
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China bekräftigt seine Unterstützung für Kuba. Außenminister Wang Yi empfing Bruno Rodríguez in Peking und versicherte Hilfe bei wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Die Gespräche stärken die bilaterale Zusammenarbeit, sichern Kubas Souveränität und betonen Solidarität angesichts internationaler Sanktionen.
07.02.2026 11:45 Uhr
Inmitten anhaltender wirtschaftlicher und politischer Spannungen in Lateinamerika hat China seine enge Zusammenarbeit mit Kuba erneut bekräftigt. Der chinesische Außenminister Wang Yi empfing am Donnerstag in Peking Kubas Außenminister Bruno Rodríguez zu Gesprächen, in denen die gegenseitige Unterstützung und die Fortsetzung einer „Freundschaft auf Augenhöhe“ im Zentrum standen. Wang stellte dabei ausdrücklich die Ablehnung „jeglicher Einmischung durch ausländische Kräfte“ in kubanische Angelegenheiten klar und versprach, Kuba „innerhalb der eigenen Möglichkeiten“ weiterhin Unterstützung und Hilfe zu leisten.
China betonte, dass es Kubas Souveränität und Sicherheit entschieden verteidige. „Wir lehnen jeden Versuch ab, dem kubanischen Volk das Recht auf Überleben und Entwicklung zu nehmen“, hieß es in der Mitteilung des chinesischen Außenministeriums. Wang unterstrich, dass die Beziehungen beider Länder von „aufrichtigem gegenseitigem Vertrauen“ geprägt seien und dass Peking und Havanna angesichts der „komplexen und tiefgreifenden Veränderungen“ in Lateinamerika und im internationalen Umfeld „fest zusammenstehen“. Der chinesische Minister würdigte zudem den kubanischen Geist, „der sich der Macht stellt und keine Angst vor Schwierigkeiten kennt“. Rodríguez dankte China für die Unterstützung angesichts internationaler Blockaden und Sanktionen sowie für die wirtschaftliche und lokale Entwicklungsförderung. Er bezeichnete die Beziehung zwischen Kuba und China als „Brüder- und Kameradschaft“. Während seines Aufenthalts traf sich der kubanische Außenminister auch mit Wang Huning, einem der ranghöchsten politischen Funktionäre Chinas und Hauptideologen von Präsident Xi Jinping. Dort wurde erneut Pekings feste Unterstützung für Kubas „gerechten Kampf gegen äußere Einmischung“ betont. Rodríguez unterstrich das Ziel Kubas, gemeinsam mit China „Gerechtigkeit und Gleichberechtigung auf internationaler Ebene zu schützen“. Die Gespräche erfolgen vor dem Hintergrund einer kubanischen Außenpolitik, die auf die Sicherung der Unterstützung traditioneller Verbündeter abzielt. Neben China zählen dazu Russland und Vietnam, insbesondere im Angesicht des zunehmenden Drucks aus den USA. Dieser Druck hatte sich zuletzt verschärft, unter anderem durch die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, was Kuba zusätzlich belastet. China forderte Washington öffentlich dazu auf, „sofort den Blockade-, Sanktions- und jegliche Zwangsmaßnahmen gegen Kuba“ zu beenden. Die chinesische Hilfe für Kuba ist dabei nicht nur politischer, sondern auch wirtschaftlicher Natur. Ende Januar genehmigte Präsident Xi eine Notfallhilfe, die Finanzhilfen in Höhe von 80 Millionen US-Dollar sowie eine Lieferung von 60.000 Tonnen Reis umfasst. Dies stellt die größte Reisspende Chinas an Kuba dar und folgt auf frühere Hilfen, darunter eine Zuwendung von 100 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Die Unterstützung zielt darauf ab, Kubas Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zu sichern und der steigenden Inflation entgegenzuwirken. Die Treffen in Peking verdeutlichen die strategische Dimension der Beziehungen: China strebt nicht nur eine verstärkte bilaterale Kooperation an, sondern sucht auch die Zusammenarbeit mit „gleichgesinnten Nationen“, um Solidarität im globalen Süden zu fördern und regionale sowie weltweite Stabilität zu sichern. Die kubanische Regierung betrachtet diese Unterstützung als entscheidend, um den wachsenden Herausforderungen internationaler Sanktionen und wirtschaftlicher Engpässe zu begegnen. Mit Blick auf die Zukunft ist klar: Die Beziehungen zwischen Kuba und China bleiben ein zentraler Baustein kubanischer Außenpolitik. Die gegenseitige Unterstützung, sowohl politisch als auch materiell, soll Havannas Handlungsspielraum in einer zunehmend angespannten internationalen Umgebung sichern und die Position Kubas auf globaler Ebene stärken.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/kruty)
Autor: Leon Latozke
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