Neues aus Kuba
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Wie reagieren Kubas Verbündete auf den wachsenden Druck der USA? Die internationale Unterstützung könnte entscheidend sein, um die Stabilität der Inselnation und ihre Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen, zu stärken.
23.01.2026 08:42 Uhr
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Kuba steht Anfang 2026 unter massivem außenpolitischem und wirtschaftlichem Druck. Der Verlust des venezolanischen Öllieferanten infolge der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat die Insel nicht nur von einer entscheidenden Energiequelle abgeschnitten, sondern sie auch direkten Drohungen der Vereinigten Staaten ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte nach Madurós Festnahme erklärt, Kuba stehe kurz vor dem Zusammenbruch, und ließ militärische Optionen offen, falls die Regierung in Havanna nicht frühzeitig verhandle. In dieser Lage reagieren Kubas langjährige Partner – vor allem China, Russland, Mexiko und in geringerem Maß Iran – mit materieller Hilfe, symbolischer Unterstützung und diplomatischem Rückhalt.
China verstärkt Lieferungen und Finanzhilfen Peking hat in den vergangenen Wochen seine Unterstützung für Kuba ausgeweitet. Die chinesische Regierung kündigte die Lieferung von insgesamt 90.000 Tonnen Reis an, die ersten Sendungen haben bereits die Insel erreicht. Damit wird ein Teil der Versorgungslücke geschlossen: Kuba verbraucht etwa 700.000 Tonnen Reis pro Jahr, produziert aber lediglich rund 80.000 Tonnen, nachdem die heimische Produktion seit 2018 von 300.000 Tonnen deutlich zurückgegangen ist. Zudem genehmigte Präsident Xi Jinping eine „Notfallfinanzhilfe“ in Höhe von 80 Millionen US-Dollar. Damit setzt China die 2024 begonnene finanzielle Unterstützung fort, die bereits 100 Millionen US-Dollar umfasste. Parallel dazu kritisierte die chinesische Regierung erneut die US-Sanktionen gegen Kuba und forderte ein Ende der „Blockade und jeglicher Zwangsmaßnahmen“. Russland setzt auf diplomatische Präsenz Russland zeigt bisher vor allem politische Unterstützung. Der russische Innenminister Vladímir Kolokóltsev reiste nach La Habana und traf Präsident Miguel Díaz-Canel. Über die Inhalte der Gespräche wurde nur wenig bekannt; Díaz-Canel bezeichnete das Treffen lediglich als „bedeutend“. Kolokóltsev führte außerdem Gespräche mit Ex-Präsident Raúl Castro, der trotz fehlender offizieller Funktionen weiterhin als einflussreicher Akteur gilt. Materielle Hilfen wie in China wurden von Russland bislang nicht bereitgestellt. Iran äußert Solidarität, liefert aber nicht Der Iran, der selbst unter US-Sanktionen leidet und innenpolitische Herausforderungen bewältigen muss, hat seine Unterstützung bisher auf verbale Solidaritätsbekundungen beschränkt. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez stellte Parallelen zwischen der US-Politik gegenüber Iran und Kuba her: „Der Druck auf Iran ist derselbe, der Kuba erstickt.“ Konkrete materielle Hilfen blieben bislang aus. Mexiko als pragmatischer Partner in der Energieversorgung Mexiko hat in den letzten Jahren eine zunehmend pragmatische Rolle in der Unterstützung Kubas übernommen. Unter Präsident López Obrador und dessen Nachfolgerin Claudia Sheinbaum lieferte die staatliche Ölfirma Pemex im Jahr 2025 zwischen 6.000 und 12.000 Barrel pro Tag. Dies deckt nur einen Bruchteil der bisherigen venezolanischen Lieferungen von rund 27.000 Barrel täglich ab. Die USA genehmigen diese Lieferungen ausdrücklich, trotz der aggressiven Rhetorik Trumps. Anfang Januar traf das erste größere Schiff, die Ocean Mariner, mit rund 86.000 Barrel Kraftstoff in La Habana ein.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/nfqui)
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