Neues aus Kuba
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Kuba erlebte 2024 eine der schwersten Krisen seiner Geschichte. Wirtschaftliche Stagnation, eine akute Energiekrise und Naturkatastrophen erschüttertenn die Karibikinsel, während politische Spannungen und eine neue Migrationswelle die Herausforderungen verschärften. Präsident Miguel Díaz-Canel spricht von einem Jahr der „extremen Herausforderungen“. Kann das System unter diesen Bedingungen überleben, oder steht Kuba vor einem Wendepunkt?
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Inmitten einer tiefen Krise in Kuba zeigt eine undichte Stelle, dass Unternehmen des Militärs Milliardenbeträge in bar anhäufen. Diese Gelder stehen im Kontrast zu den anhaltenden Mängeln an medizinischer Versorgung und Infrastruktur im Land. Die Enthüllungen werfen ein neues Licht auf die Rolle des kubanischen Militärs in der Wirtschaft und stellen die Argumente der Regierung zur Verantwortungslosigkeit der USA infrage.
Marco Rubio könnte als US-Außenminister den ohnehin angeschlagenen kubanischen Tourismus weiter belasten. Rubio, ein scharfer Kritiker der Regierung in Havanna, steht für eine Verschärfung der US-Sanktionen, was etwa die Einstellung kommerzieller Flüge oder die Schließung der US-Botschaft nach sich ziehen könnte. Die Entwicklungen könnten Kubas Wirtschaft weiter destabilisieren und den Tourismus langfristig beeinträchtigen.
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Luis Frómeta Compte sitzt seit über drei Jahren in einem kubanischen Gefängnis. Ein MDR-Podcast beleuchtet das Schicksal des Deutsch-Kubaners, der wegen der Dokumentation von Protesten zu 15 Jahren Haft in Kuba verurteilt wurde. Der Beitrag analysiert die Hintergründe, die harten Haftbedingungen und die verzweifelten Versuche seiner Familie, Gerechtigkeit zu erreichen.
Condor stellt alle Direktflüge nach Kuba ein – ein schwerer Schlag für die Karibikinsel und deutsche Reiseveranstalter. Trotz der Herausforderungen bleiben Anbieter wie Aventoura, Dertour und Cuba Buddy optimistisch und entwickeln kreative Lösungen, um Kuba weiterhin als attraktives Reiseziel zu positionieren.
Das renommierte Reisemagazin Condé Nast Traveler empfiehlt Kuba trotz anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen als faszinierendes Reiseziel und beschreibt die Insel als Ort beeindruckender Resilienz und kultureller Lebendigkeit. Von Havannas wiederauflebender Kunstszene über innovative Boutique-Hotels bis hin zu ländlichem Charme in Viñales biete Kuba eine einzigartige Mischung aus Geschichte, Kreativität und Hoffnung – und bleibe eine lohnende Destination für Reisende.
Die Legende der Schwarzen Venus von Cienfuegos gehört zu den faszinierendsten Geschichten Kubas. Sie verbindet historische Berichte, Mythen und spirituelle Symbolik und spiegelt die afro-kubanische Identität und Kultur wider. Als Verkörperung der Göttin Oshún steht sie für weibliche Stärke und den Widerstand gegen Unterdrückung.
Das Interview der Zeitschrift Jacobin mit Carlos Fernández de Cossío, dem stellvertretenden Außenminister Kubas, beleuchtet die gravierenden Herausforderungen, denen sich die Insel gegenüber sieht. Von den Auswirkungen des US-Embargos und der Energiekrise bis hin zu sozialen Ungleichheiten und internationaler Solidarität – de Cossío beschreibt eindringlich, wie diese Faktoren das Leben der Kubaner prägen.
Die Bienenelfe: Der kleinste Vogel der Welt mit erstaunlichen Flugfähigkeiten und einem fragilen Lebensraum. Mehr über dieses faszinierende Naturwunder, das nur in Kuba vorkommt, und die Notwendigkeit ihres Schutzes.
Mike Hammer, der neue Leiter der US-Botschaft in Kuba, sendet eine hoffnungsvolle Weihnachtsbotschaft an die Menschen der Insel. Er betont das Engagement der Vereinigten Staaten für ein "würdiges Zukunftsbild" und sucht den Dialog mit kubanischen Dissidenten sowie der Zivilgesellschaft. Trotz politischer Spannungen signalisiert Hammer Offenheit und die Bereitschaft zu konstruktiven Beziehungen.
Weihnachten auf Kuba verbindet christliche Bräuche, karibische Lebensfreude und kulturelle Vielfalt. Während die „Nochebuena“ mit traditionellem Spanferkel und die Mitternachtsmesse zentrale Bestandteile sind, lockt auch das spektakuläre Straßenfest „Parrandas de Remedios“. Doch die wirtschaftliche Krise erschwert vielen Familien die Festtagsvorbereitungen. Dennoch zeigen die Kubaner ihre Resilienz und feiern die Feiertage mit Kreativität und Gemeinschaftssinn – ein Zeugnis ihrer kulturellen Stärke und Lebensfreude.
Im kubanischen Küstenort Jaimanitas hat der Künstler José Fuster mit „Fusterlandia“ ein einzigartiges Kunstprojekt geschaffen, das weit über dekorative Mosaike hinausgeht. Aus einem einfachen Fischerdorf wurde ein kulturelles Aushängeschild, das heute Touristen aus aller Welt anzieht. Doch das Projekt ist mehr als ein Touristenmagnet: Fusterlandia zeigt, wie Kunst soziale und wirtschaftliche Impulse setzen kann – inmitten von Krise und Wandel.
Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,1 hat den Osten Kubas erschüttert. Das Epizentrum lag nahe Chivirico in der Provinz Santiago de Cuba. Schäden wurden vor allem in Granma und Santiago de Cuba gemeldet, darunter Erdrutsche und Gebäudeschäden. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es nicht. Insgesamt registrierte der seismologische Dienst über 200 Nachbeben. Die Behörden prüfen die Lage und mahnen zur Vorsicht.
Kuba steckt tief in einer wirtschaftlichen Krise, die 2024 weiter verschärft wurde. Ein ehrgeiziges Sparprogramm brachte nur begrenzte Erfolge, während Naturkatastrophen und fehlende Devisen das Land zusätzlich belasteten. Für 2025 erwartet die Regierung ein bescheidenes Wachstum von 1 Prozent, doch strukturelle Probleme und internationale Unsicherheiten, wie ein möglicher Kurswechsel der USA, lassen Zweifel aufkommen.
Die kubanische Sängerin María Elena Pena, eine Ikone des Boleros, ist im Alter von 75 Jahren in Havanna verstorben. Bekannt aus TV-Shows der 1970er-Jahre und gefeiert für ihre gefühlvollen Interpretationen, prägte sie über Jahrzehnte die Musiklandschaft Kubas und trat weltweit auf.
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Kubas Bevölkerung schrumpft und altert, was die Regierung nun offen thematisiert. Premierminister Manuel Marrero bezeichnete die Situation als „komplex“ und warnte vor den langfristigen Folgen. Mit einer Geburtenzahl auf Rekordtief und wachsender Abwanderung nimmt die Zahl der älteren Menschen dramatisch zu. Die Regierung räumt ein, dass die Bevölkerung abnimmt und der Anteil der über 60-Jährigen mittlerweile 24,4 % erreicht.
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Die kubanische Regierung plant, neue Mautstationen einzuführen, um Mittel für die dringend nötige Sanierung des maroden Straßennetzes zu generieren. Angesichts knapper Ressourcen und unzureichender Instandhaltungsarbeiten sollen die Einnahmen aus den Mautgebühren die Finanzierungslücke schließen. Diese Maßnahme wird kontrovers diskutiert, soll jedoch langfristig zur Modernisierung der Infrastruktur beitragen.
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Nachdem sie in Deutschland keinen Studienplatz erhielt, entschied sich Rahel Hajjeh für ein Medizinstudium in Havanna. Seit 2022 meistert die 24-Jährige Saarbrückerin die Herausforderungen eines Gesundheitssystems am Limit: mangelnde Ausstattung, improvisierte Behandlungsmethoden und eine angespannte Versorgungslage. Dennoch schätzt sie die praxisorientierte Ausbildung und hat gelernt, sich durchzusetzen.
Bis Ende 2025 sollen neue Solarparks in Kuba eine Kapazität von 1.202 Megawatt liefern, um die Energiekrise zu lindern. Die Projekte könnten das nationale Elektrizitätssystem stabilisieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren. Doch Herausforderungen wie die US-Blockade und veraltete Infrastruktur erschweren den Fortschritt.
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