Neues aus Kuba
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23.04.2026 16:00 Uhr
Ohne die Öllieferungen aus Venezuela steht Kuba vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Die Bevölkerung leidet unter extremer Energieknappheit und einer wachsenden Wut. Die ARTE-Reportage zeigt, wie das Land mit den Erinnerungen an die schlimmste Krise der 1990er Jahre ringt.
Abbildung: Symbolbild von Jeremy Stewardson auf Unsplash
Die Insel steckt in einer der schwersten wirtschaftlichen und humanitären Krisen ihrer jüngeren Geschichte. Wie die ARTE-Reportage „Kuba: Insel unter Schock“ zeigt, hat die Verhaftung von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA das Karibikland mit voller Wucht getroffen. Kuba verlor damit nicht nur seinen engsten Verbündeten, sondern auch die lebenswichtigen Öllieferungen aus Venezuela. Diese deckten „gut die Hälfte seines Bedarfs. Konkret heißt das: Im letzten Quartal 2025 lieferte Caracas an Havanna täglich noch zwischen 30.000 und 35.000 Barrel Rohöl – rund 50 Prozent des kubanischen Bedarfs.
Doch mit dem Wegfall Maduros und dem von US-Präsident Donald Trump verschärften Embargo herrscht auf der Insel nun eine dramatische Energieknappheit. Eine Energieknappheit, die die Wirtschaft ruiniert. Der Alltag der Kubaner werde täglich schwieriger, berichten die Reporter. Viele erinnerten sich an die „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, jene Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, als die kubanische Wirtschaft kollabierte. Damals wie heute führe das Fehlen eines verbündeten Öllieferanten zusammen mit den US-Sanktionen zu einer wachsenden Wut in der Bevölkerung. Die ARTE-Korrespondenten filmten, wie die Menschen von der neuen Krise mit voller Wucht getroffen werden. Die Devise laute: Durchhalten, irgendwie. Gleichzeitig dokumentiert die Reportage, wie sich Exil-Kubaner in Florida bereits auf eine politische Wende Kubas in Richtung USA vorbereiten. Der Film zeichnet so das Bild einer Insel, die zwischen vergangenen Traumata und einer ungewissen Zukunft gefangen ist – ohne Öl, ohne Verbündete und mit einem immer dichter werdenden Netz aus Sanktionen.
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