Neues aus Kuba
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Mit einem klaren 9:1 gegen Kuba zieht Venezuela ins Finale der Baseball-Serie de las Américas ein. Nach frühem Rückstand übernahm das Heimteam die Kontrolle und baute seinen Vorsprung konsequent aus. Nun wartet Kolumbien im Endspiel, während Kuba um Bronze kämpft.
13.02.2026 11:10 Uhr
Abbildung:; Baseball Federation of Cuba, Cuba baseball logo, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Venezuela hat das Halbfinale der Serie de las Américas klar für sich entschieden und Kuba mit 9:1 besiegt. Das Spiel fand am Donnerstag (12.) im Estadio Monumental Simón Bolívar statt und entwickelte sich rasch zu einer Demonstration der Überlegenheit der Gastgeber. Vor heimischem Publikum zeigte das venezolanische Team eine geschlossene Leistung, während Kuba früh den Anschluss verlor.
Die Mannschaft Venezuelas, die unter dem Namen der Navegantes de Magallanes antrat, geriet zunächst in Rückstand. Kuba erzielte zu Beginn des Spiels den ersten Punkt. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Venezuela glich noch im selben Abschnitt aus und ging wenig später in Führung. Diese frühe Wende verlieh dem Spiel eine klare Richtung. Im weiteren Verlauf baute Venezuela seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Mehrfach gelang es den Gastgebern, Läufer erfolgreich über das Spielfeld zu bringen und Punkte zu erzielen, während Kuba kaum noch gefährliche Aktionen zustande brachte. Besonders in der Mitte der Partie nutzte Venezuela Fehler und Unsicherheiten des Gegners konsequent aus und vergrößerte den Abstand deutlich. Auffällig war dabei die Stabilität der venezolanischen Mannschaft in allen Bereichen. Die Spieler agierten konzentriert, machten nur wenige Fehler und verhinderten zuverlässig weitere Punktgewinne der Kubaner. Auch personelle Wechsel während des Spiels änderten nichts am Kräfteverhältnis: Kuba fand kein Mittel, um den Rhythmus der Gastgeber zu stören. Nach dem Spiel zeigte sich Kubas Trainer Germán Mesa selbstkritisch. Er sprach offen davon, dass sein Team dem Gegner unterlegen gewesen sei. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung habe es deutliche Schwächen gegeben. Die Vorgabe, zumindest über längere Zeit ohne Gegentreffer zu bleiben, sei nicht erfüllt worden. Mesa betonte zudem, dass das Turnier ein hohes Niveau habe und sein Team mit der Spielweise Venezuelas überfordert gewesen sei. Körperliche Probleme schloss er als Erklärung aus. Trotz der Enttäuschung machte Mesa deutlich, dass ein dritter Platz für Kuba zwar akzeptabel, aber nicht das eigentliche Ziel gewesen sei. Der Anspruch sei gewesen, um den Titel zu spielen. Nun gehe es zumindest darum, im nächsten Spiel einen versöhnlichen Abschluss zu finden. Im Finale trifft Venezuela auf die Caimanes de Barranquilla, die sich zuvor knapp gegen die Águilas Metropolitanas durchgesetzt hatten. Kuba und Panama werden im Spiel um Platz drei aufeinandertreffen. Für Venezuela bietet sich damit die Chance, vor eigenem Publikum den Titel zu gewinnen. Der klare Sieg gegen Kuba hat die Erwartungen weiter erhöht. Zugleich sendet der Erfolg ein Signal an die Region: Venezuela zählt wieder zu den prägenden Mannschaften des Turniers. Das Finale der Serie de las Américas verspricht damit nicht nur sportliche Spannung, sondern auch eine symbolische Bedeutung für den südamerikanischen Wettbewerb.
Der Artikel wurde zuerst bei Mundus Novus 24 veröffentlicht.
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