Neues aus Kuba
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Kuba hat erneut humanitäre Unterstützung aus Belarus erhalten. Eine Lieferung von Medikamenten und Lebensmitteln ging am Mittwoch in Havanna ein und soll vor allem Patientinnen und Patienten mit Immun-, Blut- und Krebserkrankungen zugutekommen.
21.08.2025 21:07 Uhr
Kuba hat am Mittwoch (20.) eine Lieferung humanitärer Hilfe aus Belarus erhalten. Das Paket umfasst Medikamente und Lebensmittel, die vor allem für Patienten mit Erkrankungen des Immunsystems, hämatologischen Leiden sowie Krebserkrankungen bestimmt sind. Die Spende wurde dem Institut für Hämatologie und Immunologie in Havanna übergeben, wie staatliche Medien berichteten.
Zu den Hilfsgütern gehören Immunstimulanzien, Medikamente zur Behandlung von Leukämie, Blutdrucksenker, Präparate gegen Blutungen und zur Stabilisierung von neurologischen Störungen. Der Direktor des Instituts, Wilfredo Roque García, bezeichnete die Unterstützung als „mehr als nur Medikamente und Lebensmittel“: Sie sei ein Symbol der Hoffnung, der Erleichterung und ein starkes Zeichen internationaler Solidarität. Neben dem Institut in Havanna sollen weitere 27 medizinische Einrichtungen auf der Insel von der belarussischen Lieferung profitieren. Ziel sei es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und Engpässe bei dringend benötigten Präparaten abzufedern. Die Hilfsgüter sind nicht die erste Unterstützung aus Minsk. Bereits im April hatte Belarus mehr als 20 Tonnen humanitärer Hilfe nach Kuba geschickt, um Opfer von Naturkatastrophen des Vorjahres zu versorgen. Der aktuelle Beitrag konzentriert sich hingegen stärker auf die Versorgung des Gesundheitssystems, das seit Jahren unter Versorgungsengpässen leidet. Hintergrund der Spenden ist die seit über fünf Jahren andauernde schwere Wirtschaftskrise Kubas. Die Bevölkerung leidet unter weitreichendem Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Hinzu kommen regelmäßige Stromausfälle, eine galoppierende Inflation und die schrittweise Dollarisierung weiter Teile der Wirtschaft, die das tägliche Leben für viele Kubaner erheblich verteuert hat. Die Hilfslieferungen aus Belarus fügen sich in eine Tradition enger bilateraler Beziehungen zwischen Havanna und Minsk. Bereits zu Zeiten der Sowjetunion pflegten beide Länder ein freundschaftliches Verhältnis, das in den vergangenen Jahren neuen Auftrieb erhalten hat. Neben humanitärer Hilfe wurden Abkommen unterzeichnet und hochrangige Delegationen ausgetauscht. Belarus präsentiert sich damit als verlässlicher Partner Kubas in einer Zeit, in der die Regierung in Havanna international um Unterstützung ringt.
Quelle: Radio Reloj (https://t1p.de/vo8xw)
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