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Bei einem schweren Blitzeinschlag in der zentralen Provinz Villa Clara sind drei Jugendliche ums Leben gekommen, eine weitere Jugendliche wurde verletzt. Der Vorfall ereignete sich während eines Sommergewitters in Manicaragua.
04.08.2025 18:20 Uhr
Abbildung: Symbolbild U.S. Air Force photo by Edward Aspera Jr., Lightning3, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC0 1.0
Im zentralkubanischen Municipio Manicaragua, Provinz Villa Clara, sind am Sonntag drei Jugendliche durch einen Blitzeinschlag ums Leben gekommen. Eine vierte Jugendliche wurde verletzt. Das Unglück ereignete sich während eines Sommergewitters und wurde von staatlichen Medien unter Berufung auf Behördenangaben bestätigt.
Die Verstorbenen waren zwischen 13 und 14 Jahre alt. Eine der betroffenen Personen hielt sich Medienberichten zufolge zu Besuch aus den Vereinigten Staaten in Kuba auf. Die verletzte Jugendliche wurde in das Kinderkrankenhaus José Luis Miranda in Santa Clara eingeliefert. Nach offiziellen Angaben ist sie ansprechbar und ihr Gesundheitszustand stabil. Die Provinzbehörden erklärten, unmittelbar nach dem Vorfall Unterstützung für die betroffenen Familien organisiert zu haben. Vertreter von Partei und Verwaltung sprachen den Angehörigen öffentlich ihr Beileid aus. Blitzschläge gehören zu den häufigsten Ursachen wetterbedingter Todesfälle auf der Insel. Laut einem Bericht des Meteorologischen Instituts Kubas (Insmet) aus dem Jahr 2020 sterben durchschnittlich 54 Menschen pro Jahr durch Blitzschläge. Zwischen 1987 und 2017 verloren insgesamt 1.742 Menschen in Kuba durch elektrische Entladungen ihr Leben – mehr als durch Hurrikans, Tornados oder Überschwemmungen im gleichen Zeitraum. Die Region war in den vergangenen Tagen von intensiven Sommerstürmen betroffen. Auch aus anderen Landesteilen, etwa aus Bayamo im Osten des Landes, wurden Überschwemmungen gemeldet. Das Ereignis von Manicaragua verdeutlicht einmal mehr die Gefahren, die mit extremen Wetterlagen auf Kuba einhergehen – insbesondere während der feuchtwarmen Sommermonate. Zwar existieren meteorologische Frühwarnsysteme, doch bleibt der individuelle Schutz in vielen ländlichen Gebieten begrenzt.
Quellen: Cubadebate (https://t1p.de/p6lw7), Juventud Rebelde (https://t1p.de/usv74)
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Text: Leon Latozke
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