Neues aus Kuba
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04.05.2026 09:00 Uhr
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Ein Busunfall in der Provinz Cienfuegos hat ein Menschenleben und 47 Verlezte gefordert. Drei Personen schweben in kritischem Zustand. Sieben Kinder sind unter den Opfern. Der Bus kam von der Autopista Nacional ab und überschlug sich.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Accidente en autopista nacional moviliza asistencia médica en Cienfuegos. Rechte beim Uploadenden.
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Sonntag (3.) auf der Autopista Nacional in Kuba ereignet. Ein Reisebus, der auf der Strecke von der Hauptstadt Havanna im Westen bis nach Guantánamo im äußersten Osten der Insel unterwegs war, kam in der Nähe der als "Puentes de Las Cajas" bekannten Stelle in der zentral-südlichen Provinz Cienfuegos von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die Behörden bestätigten zunächst 48 Verletzte, darunter sieben Kinder. Kurz darauf gab die staatliche Fernsehstation bekannt, dass eines der Opfer seinen Verletzungen erlegen sei. Die medizinische Versorgung der Betroffenen läuft in zwei Krankenhäusern in Cienfuegos. Nach offiziellen Angaben schwebt ein Patient in kritischem Zustand, drei weitere gelten als schwer verletzt. Eines der verunglückten Kinder wird auf der Intensivstation behandelt, befindet sich jedoch in einem stabilen Zustand. Die genauen Umstände des Unglücks sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Die jährliche Unfallbilanz verdeutlicht die prekäre Lage im kubanischen Straßenverkehr: Im Jahr 2025 registrierte die Verkehrssicherheitskommission Kubas insgesamt 6.718 verletzte Personen bei Unfällen, ein Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 6.613 Verletzten. Die Hauptursache sehen die Experten mit 72 Prozent aller Fälle im menschlichen Versagen – insbesondere mangelnde Aufmerksamkeit, Missachtung der Vorfahrtsregeln und überhöhte Geschwindigkeit. Besonders alarmierend: Sieben von zehn Verkehrsunfällen auf der Insel fordern Verletzte oder Todesopfer, wobei Zusammenstöße als die gefährlichste Unfallart gelten. Neben dem menschlichen Faktor räumen die kubanischen Behörden jedoch auch strukturelle Mängel ein. Der schlechte Zustand vieler Straßen und Autobahnen, der auf jahrelange fehlende Instandhaltung zurückzuführen ist, sowie das hohe Durchschnittsalter der Fahrzeuge – die meisten sind zwischen 40 und 70 Jahren alt – tragen erheblich zur Gefahr im Straßenverkehr bei. Diese Kombination aus maroder Infrastruktur und veralteter Technik macht die Straßen Kubas zu einem Risikofaktor für alle Verkehrsteilnehmer, wie der tragische Vorfall in Cienfuegos erneut vor Augen führt.
Quellen: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/tmgyj, https://t1p.de/v1o0q)
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