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Zum 100. Geburtstag der kubanischen Sängerin Celia Cruz ehrt Miami die „Königin des Salsa“ mit einer Reihe von Veranstaltungen. Die Stadt, die ihr im Exil zur Heimat wurde, würdigt damit eine der prägendsten Figuren der lateinamerikanischen Musik und ein Symbol der kubanischen Diaspora.
19.10.2025 09:30 Uhr
Abbildung: Celia Cruz (2010). Quelle: YouTube
Miami bereitet sich auf eine Reihe von Veranstaltungen zum 100. Geburtstag der kubanischen Sängerin Celia Cruz vor. Die als „Königin des Salsa“ bekannte Musikerin wurde am 21. Oktober 1925 in Havanna geboren und gilt bis heute als eine der bedeutendsten Stimmen der lateinamerikanischen Musik. Zum Jubiläum würdigt die Stadt, in der Cruz nach ihrem Exil eine zweite Heimat fand, ihr künstlerisches und kulturelles Erbe mit Gedenkfeiern, Konzerten und Ausstellungen.
Zentraler Bestandteil der Feierlichkeiten ist am 21. Oktober eine Gedenkmesse in der Ermita de la Caridad, dem wichtigsten religiösen Symbol der kubanischen Exilgemeinschaft in Miami. Unter dem Motto „Unidos por Celia“ lädt die Celia Cruz Foundation zu einer Zeremonie ein, die an Leben und Werk der Künstlerin erinnern soll. Der Veranstaltungsort – ein Heiligtum der kubanischen Schutzpatronin, der Virgen de la Caridad del Cobre – gilt als zentraler Ort der kulturellen Identität für die in Südflorida lebenden Kubanerinnen und Kubaner. Bereits am Vorabend, dem 20. Oktober, veranstaltet das Miami Shoe Museum im Hotel Intercontinental eine Geburtstagsfeier mit Musik, einer Torte und einer gemeinschaftlich gestalteten Glückwunschkarte. Parallel dazu zeigt das Museum die Ausstellung „Dancing Shoes: A Legacy in Motion“, die bis Ende Oktober läuft. Im Mittelpunkt steht das Bühnen- und Schuhwerk der Sängerin, das zu einem charakteristischen Teil ihres öffentlichen Auftritts wurde. Zu sehen sind Originalmodelle, entworfen vom mexikanischen Schuhmacher Miguel Nieto, die Celia Cruz in den 1960er- und 1970er-Jahren trug. Das Museum beschreibt die Exponate als Ausdruck einer Künstlerpersönlichkeit, deren Stil und Bühnenpräsenz untrennbar mit ihrer Musik verbunden waren. Den musikalischen Abschluss der Gedenkreihe bildet am 22. November das Konzert „Celia Sinfónica“ im Ziff Ballet Opera House. Die Orquesta Sinfónica de la Florida International University (FIU) interpretiert dort bekannte Titel der Sängerin in sinfonischen Arrangements, begleitet von visuellen Projektionen. Nach Angaben der Organisatoren soll das Programm die Lebensgeschichte und den musikalischen Einfluss von Celia Cruz in einem „musikalischen und visuellen Erlebnis“ zusammenführen. Celia Cruz verließ Kuba 1960 nach der Machtübernahme Fidel Castros und ließ sich in den Vereinigten Staaten nieder, wo sie in den folgenden Jahrzehnten zu einer zentralen Figur der lateinamerikanischen Musik wurde. In Miami, dem Zentrum der kubanischen Diaspora, blieb sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2003 eine prägende Persönlichkeit. Ihre Lieder – darunter Klassiker wie „La vida es un carnaval“ und „Quimbara“ – gelten bis heute als Symbol für die kulturelle Eigenständigkeit und Lebensfreude der Exilgemeinde. Hundert Jahre nach ihrer Geburt erinnert Miami nicht nur an die außergewöhnliche Stimme Celia Cruz’, sondern auch an das, was sie für Generationen von Kubanern im Ausland verkörpert: die Hoffnung, die eigene Identität trotz Entwurzelung zu bewahren – und die Überzeugung, dass das Leben, wie sie selbst sang, immer auch ein Karneval ist.
Quelle: EFE (https://t1p.de/1069s)
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Text: Leon Latozke
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