Neues aus Kuba
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20.03.2026 10:00 Uhr
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Die USA planen keine militärische Übernahme Kubas – das stellte der Chef des Südkommandos, General Francis Donovan, nun klar. Vor dem Kongress wies er entsprechende Spekulationen zurück und betonte, es gebe weder Manöver noch Strategien in diese Richtung.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Altos mandos militares de EE UU comparecieron ante el Congreso, entre ellos el jefe del Comando Sur. Rechte beim Uploadenden.
Der Chef des US-Südkommandos, General Francis Donovan, hat Spekulationen über mögliche militärische Pläne der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba entschieden zurückgewiesen. Bei einer Anhörung im US-Kongress erklärte er am Donnerstag (19.), dass es derzeit keinerlei Vorbereitungen für eine militärische Übernahme der Karibikinsel gebe. Auf Nachfrage einer Senatorin betonte Donovan ausdrücklich, ihm seien weder entsprechende Manöver noch Planspiele bekannt, die auf ein solches Szenario abzielen könnten.
Ebenso dementierte der General Berichte, wonach die Regierung unter Donald Trump oppositionelle Exilgruppen aus Kuba unterstützen könnte, um einen Regierungswechsel in Havanna herbeizuführen. Nach seinen Angaben existieren keine entsprechenden Strategien oder Programme seitens Washingtons. Donovan stellte jedoch klar, dass ein militärisches Eingreifen der USA nicht grundsätzlich ausgeschlossen sei. Sollte die Sicherheit der US-Botschaft in Havanna oder der Marinebasis in Guantánamo gefährdet sein, könne es zu einem Truppeneinsatz kommen. Ziel wäre in einem solchen Fall ausschließlich der Schutz amerikanischer Staatsbürger und Einrichtungen. Die Aussagen des Generals fallen in eine Phase wachsender Spannungen zwischen den USA und Kuba. Hintergrund ist unter anderem ein verschärfter Energiemangel auf der Insel, der durch Maßnahmen der US-Regierung zusätzlich verschärft worden sein soll. Beobachter sprechen von einer sich zuspitzenden wirtschaftlichen Krise, die den politischen Druck auf die kubanische Führung erhöht. Für zusätzliche Irritationen sorgten zuletzt Äußerungen von Donald Trump, der erklärte, er könnte „die Kontrolle über Kuba übernehmen“ und verfüge über weitreichende Handlungsmöglichkeiten gegenüber dem Land. Diese Aussagen wurden in Havanna scharf kritisiert und als unzulässige Einmischung zurückgewiesen. Medienberichte, wonach Washington im Rahmen inoffizieller Gespräche den Rücktritt des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel gefordert habe, wurden von US-Außenminister Marco Rubio bestritten. Demnach gebe es keine derartigen Forderungen als Voraussetzung für weitere Verhandlungen. Das US-Südkommando mit Sitz nahe Miami ist für militärische Operationen in Lateinamerika und der Karibik zuständig und spielt eine zentrale Rolle in der strategischen Ausrichtung der Vereinigten Staaten in der Region.
Quelle: EFE (https://t1p.de/2zdy8)
Autor: Leon Latozke
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