Neues aus Kuba
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China baut seine Rolle als zentraler Partner Kubas weiter aus. Mit einem neuen Hilfspaket reagiert Peking auf die schwere Wirtschafts- und Energiekrise der Insel. Neben finanzieller Unterstützung liefert China erneut große Mengen Reis. Die enge Zusammenarbeit beider Staaten gewinnt vor dem Hintergrund internationaler Spannungen und anhaltender US-Sanktionen weiter an Bedeutung.
21.01.2026 07:00 Uhr
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
China weitet seine Unterstützung für Kuba erneut aus. Wie die kubanische Präsidentschaft mitteilte, hat Staats- und Parteichef Xi Jinping eine neue Nothilfe für die Insel genehmigt. Das Paket umfasst finanzielle Mittel in Höhe von 80 Millionen US-Dollar sowie eine Sachspende von 60.000 Tonnen Reis. Die Entscheidung unterstreicht die enge politische und wirtschaftliche Bindung zwischen Havanna und Peking, die sich in den vergangenen Jahren weiter vertieft hat.
Überbracht wurde die Zusage von Chinas Botschafter in Kuba, Hua Xin, bei einem Treffen mit Präsident Miguel Díaz-Canel im Palast der Revolution in Havanna. Díaz-Canel würdigte dabei ausdrücklich das derzeit „intensive Engagement“ des chinesischen Diplomaten auf der Insel. Zugleich verwies er auf die bereits laufenden Hilfslieferungen: Erst am Vortag war die erste Tranche eines zuvor beschlossenen Reisdonativs von 30.000 Tonnen offiziell übergeben worden. Die neue Unterstützung erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltend schweren Wirtschaftskrise in Kuba. Das Land leidet unter akuter Knappheit an Grundnahrungsmitteln und Konsumgütern. Hinzu kommt eine tiefe Energiekrise, ausgelöst durch Treibstoffmangel und den schlechten technischen Zustand der vielfach seit Jahrzehnten betriebenen Kraftwerke. Die Folge sind tägliche, teils stundenlange Stromausfälle, die Wirtschaft und Alltag erheblich beeinträchtigen. Strukturelle Probleme verschärfen die Lage zusätzlich. Eine hohe Inflation, eine zunehmende Dollarisierung und eine anhaltende wirtschaftliche Schrumpfung prägen das Bild. Nach offiziellen Angaben ging das Bruttoinlandsprodukt 2024 um 1,1 Prozent zurück. In den vergangenen fünf Jahren summiert sich der wirtschaftliche Einbruch auf rund elf Prozent. Ursachen sind unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie, verschärfte US-Sanktionen sowie als gescheitert geltende wirtschafts- und geldpolitische Reformen. China zählt seit Jahren zu den wichtigsten internationalen Partnern Kubas. Neben politischer Rückendeckung spielt Peking auch als Kreditgeber, Handelspartner und Lieferant von Nahrungsmitteln und Technologie eine zentrale Rolle. Die nun angekündigte Nothilfe dürfte kurzfristig zur Entspannung der Versorgungslage beitragen – an den grundlegenden wirtschaftlichen Herausforderungen der Insel ändert sie jedoch wenig.
Quelle: EFE (https://t1p.de/bght3)
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