Neues aus Kuba
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Kuba und China intensivieren ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit: Eine neue Gemeinschaftsfirma will in Havanna Schuhe und Kunststoffprodukte herstellen. Das Joint Venture DuoNex S.A. setzt dabei gezielt auf Solarstrom, um die Fabrik trotz der Energiekrise auf der Insel unabhängig und zuverlässig zu betreiben.
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Inmitten der anhaltenden Energiekrise in Kuba plant eine neue chinesisch-kubanische Gemeinschaftsfirma die Produktion von Schuhen – unterstützt durch Solarenergie. Die am Anfang Juli 2025 gegründete Gesellschaft DuoNex S.A. ist ein weiteres Beispiel für die zunehmende wirtschaftliche Kooperation zwischen Havanna und Peking. Nach Angaben der Parteizeitung Granma handelt es sich um ein Unternehmen mit „Dachcharakter“, das neben der Schuhproduktion auch Artikel aus Leder, Kunststoff und Textil herstellen soll.
Die kubanische Firma Industrias Nexus S.A. und das chinesische Unternehmen Hangzhou Iunke Industrial Development Co., Ltd. bilden die Grundlage des Joint Ventures. Die Zielsetzung ist ambitioniert: Bis zu "drei Paar Schuhe pro Kopf" sollen künftig gefertigt werden. Erste Produktionslinien umfassen Flipflops, Schutzstiefel, Sportschuhe und Business-Schuhe. Die Produkte sind für verschiedene Sektoren vorgesehen – darunter Tourismus, Kommunikation, Landwirtschaft sowie für nichtstaatliche Unternehmen und den allgemeinen Konsum über Einzelhandel und Online-Plattformen. Auch eine Exportoffensive ist geplant: DuoNex will seine Produkte in Länder Lateinamerikas und der Karibik liefern – konkrete Zielländer wurden bisher allerdings nicht genannt. Zusätzlich zur Schuhproduktion sind auch Kunststoffprodukte wie industrielle Farbbehälter vorgesehen. Der Produktionsstandort wird im Hafenbezirk Regla in Havanna errichtet. Zum Start werden 63 Arbeitsplätze geschaffen, mit der Aussicht auf über 40 weitere. Während die kubanische Seite Personal und Infrastruktur stellt, übernimmt China technische Entwicklung, Finanzierung, Formenbau und Lieferung von Ersatzteilen. Auch ein Teil der Rohstoffe stammt aus China, ergänzt durch Materialien aus der kubanischen Industrie. Besonders bemerkenswert ist das Energiekonzept: Um der chronischen Stromknappheit zu begegnen, wird die Fabrik mit importierten Photovoltaikanlagen aus China ausgestattet und soll weitgehend energieautark arbeiten. Damit steht DuoNex exemplarisch für eine neue Generation von Projekten, die sich den schwierigen Rahmenbedingungen auf der Insel flexibel anpassen. Das Vorhaben reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen. Kuba hat zuletzt die Visumspflicht für chinesische Reisende aufgehoben, während China seinerseits Kubanern unter bestimmten Bedingungen visafreie Einreisen gewährt. Die Volksrepublik zählt inzwischen zu den engsten Partnern Kubas – insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität.
Quelle: Cubadebate (https://t1p.de/snkln)
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Text: Leon Latozke
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