Neues aus Kuba
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19.03.2026 10:00 Uhr
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Costa Rica hat seine Botschaft in Havanna geschlossen und die kubanischen Diplomaten ausgewiesen. Präsident Rodrigo Chaves begründete den Schritt mit den schlechten Bedingungen und die Unterdrückung, denen die kubanische Bevölkerung ausgesetzt sei.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Costa Rica rompe relaciones diplomáticas con Cuba.. Rechte beim Uploadenden.
Costa Rica hat am Mittwoch (18.) seine Botschaft in Havanna geschlossen und die kubanischen Diplomaten aus dem Land ausgewiesen. Präsident Rodrigo Chaves begründete diesen drastischen Schritt mit einer scharfen Kritik an der kubanischen Regierung und ihrer repressiven Politik gegenüber der eigenen Bevölkerung. „Costa Rica erkennt die Legitimität des kommunistischen Regimes in Kuba nicht an“, sagte Chaves. Er sprach von der Notwendigkeit, den „Kontinent von Kommunisten zu befreien“ und betonte, dass sein Land einem Regime, das fast zehn Millionen Kubaner unterdrückt und misshandelt, keine Anerkennung gewähren werde.
Chaves erklärte, dass die Entscheidung auf den schlechten Bedingungen und der Unterdrückung beruhe, denen die kubanische Bevölkerung ausgesetzt sei. Auf die Frage, ob dies das Ende diplomatischer Beziehungen bedeute, antwortete er eindeutig: „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine diplomatischen Beziehungen zwischen Costa Rica und dem kommunistischen Regime Kubas.“ Den kubanischen Diplomaten wurde eine Frist bis zum Ende des Monats gesetzt, um das Land zu verlassen. Einige Ausnahmen bleiben jedoch bestehen: Kuba kann, wenn es möchte, weiterhin konsularisches Personal in Costa Rica halten, um die Betreuung der rund 10.000 dort lebenden Kubaner zu gewährleisten. Costa-ricanische Staatsbürger sollen künftig über die Botschaft in Panama betreut werden. Bereits seit dem 5. Februar war die Botschaft Costa Ricas in Havanna ohne diplomatisches Personal. Der Schritt Costa Ricas fällt in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten. Chaves’ Regierung gilt als Verbündeter von Donald Trump, dessen Administration harte wirtschaftliche Sanktionen gegen Kuba verhängt hat und mehrfach mit einer stärkeren Einflussnahme auf die Insel gedroht hatte. Außenminister Arnoldo André Tinoco bestätigte gemeinsam mit Chaves, dass das kubanische Personal außer den Konsulatsmitarbeitern das Land verlassen müsse. Die kubanische Regierung kritisierte die Entscheidung scharf. In einer offiziellen Mitteilung bezeichnete das Außenministerium Costa Ricas Vorgehen als „willkürlich, offensichtlich unter Druck und ohne Berücksichtigung nationaler Interessen oder der Belange des kubanischen Volkes“. Kuba wertet die Maßnahme als Teil der US-geführten Bemühungen, die Insel in Lateinamerika weiter zu isolieren. Die Eskalation markiert einen weiteren Tiefpunkt in den bilateralen Beziehungen, deren Wiederherstellung nach derzeitiger Lage als unwahrscheinlich gilt. Die Entscheidung wird sowohl regional als auch international genau beobachtet, da sie die politische Spaltung zwischen Ländern Lateinamerikas über die kubanische Frage erneut verdeutlicht.
Quelle: DW (https://t1p.de/ut70n)
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