Neues aus Kuba
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24.07.2026 09:00 Uhr
Mindestens 34 Menschen sind in der ersten Jahreshälfte 2026 in staatlichem Gewahrsam in Kuba gestorben. Das dokumentiert ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Cubalex,
Abbildung: Symbolbild von Josh Estey/AusAID, (Bildquelle: Human rights. Indonesia, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY 2.0)
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In der ersten Jahreshälfte 2026 sind in Kuba mindestens 34 Menschen in staatlichem Gewahrsam gestorben. Das geht aus einem neuen Bericht der kubanischen Menschenrechtsorganisation Cubalex hervor, der am Donnerstag (23.) veröffentlicht wurde.
Cubalex weist in seinem Bericht darauf hin, dass aus politischen Gründen inhaftierte Personen in kubanischen Haftanstalten besonders häufig Willkür, Repressalien und Rechtsverletzungen ausgesetzt sind. Diese Gruppe sehe sich verschärften Haftbedingungen gegenüber, darunter zusätzliche Einschränkungen beim Kontakt zu Angehörigen und Anwälten sowie längere Isolationshaft, Strafverlegungen und eine bewusst verzögerte oder verweigerte medizinische Versorgung. Guantánamo an der Spitze
Nach Angaben der Organisation konzentrieren sich die meisten Todesfälle auf drei Provinzen: Guantánamo mit neun Toten, gefolgt von Havanna mit sechs und Santiago de Cuba mit fünf Fällen. Cubalex betont zugleich, dass die tatsächliche Zahl der Todesfälle vermutlich deutlich höher liegt, da es an Transparenz seitens der kubanischen Behörden mangele. Offizielle Statistiken fehlten ebenso wie ein öffentlicher Zugang zu entsprechenden Informationen. Hinzu komme, dass viele betroffene Familien aus Furcht vor Repressalien schwiegen.
Die bis zum 30. Juni erfassten Todesfälle zeigten laut Cubalex, dass es in kubanischen Gefängnissen, Polizeistationen und anderen Einrichtungen des Freiheitsentzugs weiterhin zu schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen komme. Die Organisation erinnert daran, dass Inhaftierte vollständig von den Behörden abhängig seien, die für ihre körperliche Unversehrtheit, den Zugang zu medizinischer Versorgung und menschenwürdige Haftbedingungen verantwortlich sind. Zwei weitere Todesfälle in Guantánamo
Erst am Montag zuvor hatte Cubalex zwei weitere Fälle bekanntgemacht, die sich Anfang Juli im Provinzgefängnis von Guantánamo ereigneten. Ein Gefangener starb an den Folgen einer Prostata-Infektion, nachdem er im Juni zusätzlich mit Tuberkulose diagnostiziert worden war, während er im Zellenblock 4A der Anstalt einsaß.
Ein weiterer Insasse starb nach einem einmonatigen Krankenhausaufenthalt, nachdem er im Gefängnis in suizidaler Absicht eine Medikamentenüberdosis eingenommen hatte. Laut Cubalex erhielt er nicht rechtzeitig medizinische Hilfe – erst als sein Zustand kritisch war, sei er in ein Krankenhaus verlegt worden, ein nach Einschätzung der Organisation wiederkehrendes Muster, mit dem die institutionelle Verantwortung vor dem Todesfall verschleiert werden solle. Teaser (ca. 75 Wörter)Mindestens 34 Menschen sind in der ersten Jahreshälfte 2026 in staatlichem Gewahrsam in Kuba gestorben – darunter vier politische Gefangene. Das dokumentiert ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Cubalex, der von systematischer Vernachlässigung, verzögerter medizinischer Versorgung und mangelnder Transparenz der Behörden spricht. Besonders betroffen ist die Provinz Guantánamo. Cubalex warnt zudem, dass die tatsächliche Zahl der Toten weit höher liegen dürfte, als die erfassten Fälle vermuten lassen. Autor: Leon Latozke
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