Neues aus Kuba
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Cubana de Aviación baut ihr Inlandsflugnetz spürbar aus und erhöht die Frequenzen nach Santiago de Cuba und Holguín. Die Maßnahmen sollen die Mobilität im Osten des Landes stabilisieren – inmitten einer tiefgreifenden Krise des öffentlichen Verkehrs in Kuba.
03.12.2025 08:00 Uhr
Kubas staatliche Fluggesellschaft Cubana de Aviación hat zum Monatsbeginn ihren nationalen Flugplan überarbeitet und bietet wieder mehr Verbindungen zwischen Havanna und den wichtigsten Städten im Osten des Landes an. Im Mittelpunkt der Anpassungen stehen erhöhte Frequenzen nach Santiago de Cuba und Holguín – ein Schritt, der inmitten der anhaltenden Transportkrise als Signal für eine vorsichtige Normalisierung im Luftverkehr verstanden wird.
Mit sofortiger Wirkung wird Santiago de Cuba nun viermal wöchentlich von der Hauptstadt aus bedient. Die neuen Abflugzeiten reichen dabei von frühen Morgenstunden bis in die Nacht und sollen vor allem die Reiserouten für Berufspendler und Versorgungslogistik verbessern. Auch die Rückflüge aus Santiago wurden neu abgestimmt und verteilen sich nun auf mehrere Wochentage. Die Strecke nach Holguín erhielt ebenfalls ein neues Taktungsmodell mit jeweils zwei Flügen pro Woche in beide Richtungen. Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund der jüngsten Schäden durch Hurrikan Melissa. Der Flughafen Antonio Maceo in Santiago konnte den Inlandbetrieb erst Mitte November wieder aufnehmen, während Reparaturen an Stromversorgung und Beleuchtung noch andauern. Nach Regierungsangaben ist die Wiederherstellung der Dienste im Osten des Landes mit neuen logistischen Maßnahmen verknüpft, um die Mobilität der Bevölkerung zu sichern. Auch der Busverkehr läuft schrittweise wieder an, bleibt aber aufgrund zahlreicher Straßenschäden eingeschränkt. Die Ausweitung der Inlandsflüge steht zugleich im Kontrast zur allgemeinen Lage im kubanischen Transportsektor. Offizielle Daten zeigen einen deutlichen Rückgang der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: 2024 um mehr als zwölf Prozent, im ersten Quartal 2025 sogar um 23 Prozent – rund 13,7 Millionen Fahrgäste weniger als im Vorjahreszeitraum. Vor diesem Hintergrund erscheinen die zusätzlichen Flugverbindungen als Versuch, zumindest Teilbereiche der Mobilität zu stabilisieren und Engpässe im Osten des Landes abzufedern.
Quelle: Cubadebate (https://t1p.de/vom4e)
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