Neues aus Kuba
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In Mexiko-Stadt protestierten mehrere Hundert Menschen gegen die Verschärfung der US-Politik gegenüber Kuba. Vor der ehemaligen US-Botschaft forderten sie die mexikanische Regierung auf, ihre Unterstützung für die Insel fortzusetzen. Die Demonstrierenden kritisierten insbesondere Einschränkungen bei Treibstofflieferungen, die Alltag, Transport und Krankenhäuser in Kuba beeinträchtigen.
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In Mexiko-Stadt haben am Sonntag (2.) mehrere Hundert Menschen gegen eine weitere Verschärfung der US-Politik gegenüber Kuba demonstriert. Vor der ehemaligen US-Botschaft forderten sie die mexikanische Regierung auf, ihre Unterstützung für die Karibikinsel trotz des wachsenden Drucks aus Washington fortzusetzen. Anlass der Proteste sind Ankündigungen der US-Regierung, Sanktionen gegen Länder zu verhängen, die Kuba mit Erdöl beliefern.
Die Demonstrierenden trugen Fahnen und Transparente und bekundeten ihre Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung. In Stellungnahmen gegenüber der Nachrichtenagentur EFE erklärten Teilnehmer, die Maßnahmen der USA träfen nicht nur die politische Führung in Havanna, sondern wirkten sich unmittelbar auf den Alltag der Menschen aus. Einschränkungen beim Zugang zu Treibstoff hätten Folgen für den öffentlichen Verkehr, die Stromversorgung sowie für grundlegende staatliche Dienstleistungen. Vertreter der Solidaritätsbewegung wiesen insbesondere auf die Auswirkungen im Gesundheitswesen hin. Der Mangel an Energie und Logistik beeintrage den Betrieb von Krankenhäusern und könne medizinische Behandlungen gefährden. Die weitere Zuspitzung der seit Jahrzehnten bestehenden Blockadepolitik wurde als besorgniserregend bezeichnet. Kritik richtete sich zugleich an die mexikanische Regierung. Deren Haltung wurde als zurückhaltend beschrieben, auch wenn die komplexen diplomatischen Zwänge anerkannt wurden. Gleichzeitig wurde gefordert, klare politische Signale zu senden, um Unterbrechungen der Energieversorgung der Insel zu verhindern. Die US-Maßnahmen wurden als unmenschlich eingestuft, da sie vor allem die Zivilbevölkerung treffen. Mehrere Redner ordneten den Druck auf Kuba in einen größeren regionalen Zusammenhang ein. Die Politik Washingtons gegenüber Havanna sei Teil einer umfassenderen Strategie gegenüber Lateinamerika. Es wurde davor gewarnt, dass eine Eskalation der Maßnahmen auch andere Länder der Region treffen könnte. In diesem Zusammenhang wurde dazu aufgerufen, politische Einflussnahme auch über individuelle Konsumentscheidungen auszuüben, etwa durch den Verzicht auf US-amerikanische Produkte. Ein wiederkehrendes Motiv der Proteste war der Hinweis auf frühere Unterstützungsleistungen Kubas in der Region. Erinnerungen an Alphabetisierungskampagnen sowie an den Einsatz kubanischer Ärzte in Mexiko und anderen Staaten, insbesondere in abgelegenen oder benachteiligten Regionen, wurden als Argument für die fortgesetzte Solidarität herangezogen. Daraus wurde eine gemeinsame Verantwortung Lateinamerikas und der Karibik abgeleitet, die Energie- und Treibstofflieferungen als humanitäre Unterstützung betrachtete. Hintergrund der Demonstration sind jüngste Ankündigungen der US-Regierung. Diese hatte erklärt, Zölle auf Waren aus Ländern zu erheben, die Kuba mit Erdöl versorgen, und die mexikanische Regierung direkt aufgefordert, die Lieferungen einzustellen. Mexiko war zuletzt zu einem der wichtigsten Herkunftsländer für Energielieferungen an die Insel geworden. Die mexikanische Regierung äußerte sich nicht direkt zu den Forderungen aus Washington. Stattdessen kündigte sie an, innerhalb kurzer Zeit humanitäre Hilfe nach Kuba zu senden, darunter Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Zugleich soll eine diplomatische Lösung angestrebt werden, um die Wiederaufnahme der Erdöllieferungen zu ermöglichen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/lz3zt)
Autor: Leon Latozke
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