Neues aus Kuba
Aktuelle Nachrichten und Meldungen, Analysen und Hintergrundinformationen
|
Heftige Regenfälle und der Hurrikan Melissa haben in Ostkubas Provinz Holguín zu schweren Überschwemmungen geführt - und zahlreiche Menschen auf Häuserdächern eingeschlossen. Besonders dramatisch: Eine Person überstand drei Tage auf dem Dach seines Hauses, abgeschnitten von Nahrung und Hilfe.
05.11.2025 05:00 Uhr
![]()
Nach tagelangen Regenfällen und den schweren Auswirkungen des Hurrikans Melissa haben heftige Überschwemmungen im Osten Kubas zahlreiche Gemeinden in den Provinzen Holguín und Granma unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen war die Gemeinde Altagracia im Municipio Cacocum, wo ein Hubschrauber des kubanischen Militärs am Montag (3.) eine spektakuläre Rettungsaktion durchführte. Elf Menschen, die auf den Dächern ihrer Häuser und eines örtlichen Gesundheitszentrums eingeschlossen waren, wurden in einer stundenlangen Operation in Sicherheit gebracht.
Einer der Geretteten hatte drei Tage lang auf dem Dach seines Hauses ausgeharrt, ohne Nahrung und abgeschnitten von jeglicher Hilfe. Der Pegel des Río Cauto – des längsten Flusses der Insel – war infolge der anhaltenden Regenfälle stark angestiegen und hatte weite Teile der Region überflutet. Auch der Nebenfluss Río Salado trat über die Ufer und setzte ganze Ortschaften unter Wasser. Dutzende Familien blieben von der Außenwelt abgeschnitten, ohne Zugang zu Lebensmitteln oder medizinischer Versorgung. Die Geretteten zeigten sich nach der Landung in Maceo zutiefst erleichtert. Angehörige empfingen sie unter Tränen auf dem Baseballfeld des Ortes, das als provisorischer Landeplatz diente. Die Behörden erklärten, dass der Einsatz Teil eines umfassenden Notfallplans sei, um in den betroffenen Regionen Menschen zu evakuieren und Hilfsgüter zu liefern. Nach Abschluss der Mission in Holguín setzte der Hubschrauber seinen Flug Richtung Granma fort, wo ähnliche Rettungsaktionen im Gange sind. Die Überschwemmungen verschärfen die ohnehin angespannte Lage im Osten Kubas, wo viele Ortschaften weiterhin ohne Strom und Trinkwasser sind. Neben erheblichen Schäden an Wohnhäusern meldeten die Behörden auch den Verlust weiter landwirtschaftlicher Flächen. Der Zivilschutz warnte vor weiteren Regenfällen in den kommenden Tagen und appellierte an die Bevölkerung, in gefährdeten Gebieten die Evakuierungsanweisungen strikt zu befolgen.
Quelle: Cubadebate (https://t1p.de/bjtyd)
Anzeige (G2)
|
|
Letzte Meldungen
Text: Leon Latozke
Anzeige (G1)
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |
|
|
| Anzeige (G3) |