Neues aus Kuba
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14.03.2026 23:00 Uhr
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Lebensmittel und Medikamente aus Mexiko erreichen erneut Kuba. Zwei Marineschiffe liefern einen weiteren Hilfstransport in den Hafen von Havanna. Präsident Díaz-Canel bedankt sich – und widerspricht Berichten über angebliche Verkäufe der gespendeten Güter.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: □□ APOYO CONSTANTE | México envía un tercer cargamento de ayuda humanitaria a Cuba. Rechte beim Uploadenden.
Die kubanische Regierung hat den Eingang einer weiteren Lieferung humanitärer Hilfe aus Mexiko bestätigt. Zwei Logistikschiffe der mexikanischen Marine, die Papaloapan und die Huasteco, liefen am Freitag (13.) in den Hafen von Havanna ein und brachten einen dritten Transport mit Hilfsgütern auf die Insel.
„Gerade im Hafen von Havanna angekommen: zwei Schiffe mit einer dritten Lieferung von Hilfe der Regierung und des mexikanischen Volkes für das kubanische Volk. Danke Mexiko für deine Solidarität mit Kuba“, schrieb die stellvertretende Außenministerin Josefina Vidal in sozialen Netzwerken. Die Lieferung umfasst nach offiziellen Angaben Lebensmittel, Medikamente sowie medizinische Ausrüstung und soll zur Linderung der anhaltenden Versorgungsprobleme beitragen. Mit der jüngsten Lieferung setzt Mexiko eine Serie von Unterstützungsmaßnahmen fort, die in den vergangenen Wochen begonnen hatte. Bereits Ende Februar waren beide Schiffe mit einer zweiten Ladung in Kuba eingetroffen. Diese enthielt rund 1.200 Tonnen Nahrungsmittel. Den größten Anteil stellte die Papaloapan mit mehr als tausend Tonnen Bohnen und Milchpulver. Die Huasteco transportierte zusätzlich Bohnen sowie mehrere Tonnen weiterer Lebensmittel, die nach Angaben der kubanischen Behörden teilweise von sozialen Organisationen gesammelt und mit Unterstützung der Regierung von Mexiko-Stadt bereitgestellt wurden. Insgesamt summieren sich die bisherigen mexikanischen Hilfslieferungen damit auf etwa 2.000 Tonnen Güter. Bereits eine erste Sendung hatte zuvor rund 814 Tonnen Lebensmittel auf die Insel gebracht. Nach kubanischer Darstellung handelt es sich überwiegend um Grundnahrungsmittel und Hygieneprodukte – Güter, die in der aktuellen Versorgungslage besonders knapp sind. Die wirtschaftliche Situation Kubas bleibt angespannt. Die Regierung in Havanna führt die Verschärfung der Krise unter anderem auf externe Faktoren zurück, darunter Einschränkungen bei der Energieversorgung und internationale politische Spannungen. Die Hilfslieferungen aus Mexiko werden deshalb als wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Versorgung dargestellt. Kubas Vizeaußenministerin Josefina Vidal bedankte sich öffentlich für die Unterstützung und bezeichnete sie als Ausdruck der Solidarität zwischen beiden Ländern. Auch Präsident Miguel Díaz-Canel würdigte in einer Fernsehansprache die Rolle Mexikos. Er sprach von einem „befreundeten und brüderlichen Land“, das der Insel in schwierigen Zeiten zur Seite stehe, und hob besonders die Haltung der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum hervor. Zugleich wies Díaz-Canel Vorwürfe zurück, wonach Teile der mexikanischen Hilfsgüter in staatlichen Geschäften weiterverkauft worden seien. Solche Behauptungen bezeichnete er als unbegründete Anschuldigungen politischer Gegner. Mexikos Regierung hat wiederholt bekräftigt, ihre Unterstützung für Kuba fortsetzen zu wollen. Die Hilfe konzentriert sich bislang auf Lebensmittel und humanitäre Güter. Energielieferungen sind hingegen nicht vorgesehen. Hintergrund sind politische Spannungen und wirtschaftlicher Druck aus den Vereinigten Staaten, die nach Angaben Mexikos eine Ausweitung der Unterstützung im Energiebereich erschweren.
Quelle: DW (https://t1p.de/siimd)
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