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Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen nach Kuba. Stromausfälle, Versorgungsengpässe bei Benzin, Wasser und Medikamenten verschärfen die Lage. Selbst die medizinische Notfallversorgung ist betroffen. Reisende müssen laut Auswärtigem Amt mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen.
11.02.2026 08:00 Uhr
Abbildung: Kuba setzt die Betankung von Flugzeugen aus (Symbolbild) Aeropuerto Internacional José Martí von Germanramos2, CC BY-SA 4.0
Die Versorgungslage in Kuba hat sich dramatisch verschärft. Angesichts einer akuten Treibstoffkrise rät das Auswärtige Amt derzeit von nicht notwendigen Reisen in den Karibikstaat ab. Hintergrund sind ausbleibende Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland, die zu erheblichen Ausfällen in der Energie- und Treibstoffversorgung führen. Die Folgen betreffen nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens – von der Stromversorgung über den Transport bis hin zur medizinischen Infrastruktur.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts kommt es landesweit seit Längerem zu täglichen, mehrstündigen Stromabschaltungen. Diese wirken sich unmittelbar auf die Wasser- und Lebensmittelversorgung aus. Öffentlicher Nahverkehr, Straßenbeleuchtung, Ampelanlagen sowie Geldautomaten und Kommunikationssysteme sind stark eingeschränkt oder fallen zeitweise vollständig aus. Auch Hotels mussten teilweise schließen. Besonders kritisch bewertet die Bundesregierung die Lage im Gesundheitssektor. Die Energieengpässe beeinträchtigen die medizinische Versorgung erheblich, darunter auch die Notfallbehandlung und medizinisch notwendige Rücktransporte ins Ausland. Reisende, die sich dennoch für einen Aufenthalt entscheiden, müssten mit „erheblichen Beeinträchtigungen“ rechnen. Neben Stromausfällen seien insbesondere Diesel, Benzin, Wasser, Lebensmittel und Medikamente knapp. Seit Wochenbeginn hat die kubanische Regierung die Betankung ausländischer Flugzeuge vorübergehend eingestellt. Dies führt zu deutlichen Einschränkungen im internationalen Flugverkehr. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Notfallprogramms, das angesichts der zugespitzten Lage in Kraft gesetzt wurde. Dazu zählen eine Vier-Tage-Woche in staatlichen Unternehmen sowie massive Beschränkungen beim Benzinverkauf. Auch der Bus- und Zugverkehr ist deutlich reduziert. Die kubanische Führung verweist im Zusammenhang mit der Energiekrise auf die durch US-Sanktionen verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unabhängig von den politischen Ursachen bleibt die aktuelle Situation für Bevölkerung und Reisende gleichermaßen belastend. Das öffentliche Leben ist in weiten Teilen des Landes spürbar eingeschränkt, die Grundversorgung nur noch eingeschränkt gewährleistet. Für Kuba, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, kommt die Krise zu einem sensiblen Zeitpunkt. Ob und wann sich die Versorgungslage stabilisiert, ist derzeit nicht absehbar. Bis auf Weiteres gilt die klare Empfehlung der deutschen Behörden: Aufschiebbare Reisen auf die Karibikinsel sollten verschoben werden.
Quelle: Auswärtiges Amt (https://t1p.de/yxijh)
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