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Kuba kämpft derzeit mit einer schweren Epidemie von Chikungunya und Dengue. Bisher starben 33 Menschen, darunter 21 Kinder. Die Infektionen haben sich insbesondere in den letzten Monaten massiv ausgeweitet, allein im November wurden fast die Hälfte aller Fälle registriert.
02.12.2025 07:26 Uhr
Abbildung: Adam Jones Adam63, Couple on the Street with Child - Centro Habana - Havana - Cuba, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY-SA 3.0
Kuba sieht sich derzeit mit einer schweren Epidemie von Chikungunya und Dengue konfrontiert. Nach Angaben der kubanischen Regierung starben bisher 33 Menschen an den beiden durch Mücken übertragenen Viruserkrankungen, darunter 21 Minderjährige. Dies ist das erste Mal, dass Todesfälle in diesem Ausmaß offiziell bestätigt wurden.
Die stellvertretende Gesundheitsministerin Carilda Peña berichtete im staatlichen Fernsehen, dass 21 Menschen an Chikungunya gestorben seien, davon 14 Kinder, und 12 an Dengue, wovon sieben minderjährig waren. Peña betonte, dass die Krankheiten in Kuba erhebliches Leid verursachten und rief die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht beim Schutz von Familien und Kindern auf. Die Zahlen spiegeln nur einen Teil der tatsächlichen Fälle wider. Das Ministerium für öffentliche Gesundheit (Minsap) registrierte in der vergangenen Woche 5.717 Neuinfektionen mit Chikungunya, womit sich die Gesamtzahl der Fälle in dieser Epidemie auf 38.938 erhöhte – fast die Hälfte davon allein im November. Derzeit gelten 93 Patienten als schwer erkrankt, die Mehrheit davon Kinder. Konkrete Angaben zur Entwicklung der Dengue-Fälle gab Peña nicht, wies jedoch darauf hin, dass die Krankheit in 14 der 15 Provinzen präsent sei. Fälle von Oropouche, einer weiteren von Mücken übertragenen Erkrankung, wurden in der Vorwoche nicht festgestellt. Die Epidemie begann nach offiziellen Angaben bereits im Juli, obwohl die Regierung erst am 12. November erstmals eine offizielle Mitteilung über die Ausbreitung der Krankheiten veröffentlichte. Besonders im September und Oktober hatte sich die Zahl der Infektionen sprunghaft erhöht. Experten führen die schnelle Ausbreitung auf die anhaltende wirtschaftliche Krise in Kuba zurück, die präventive Maßnahmen erheblich erschwert. Insbesondere die flächendeckende Bekämpfung der Aedes-Aegypti-Mücken, die als Hauptüberträger fungieren, sowie Diagnostik und Behandlung der Erkrankten leiden unter Material- und Medikamentenmangel. Die Behörden gehen davon aus, dass viele Fälle nicht erfasst werden, da zahlreiche Betroffene die Krankenhäuser nicht aufsuchen. Die Epidemie von Chikungunya und Dengue stellt somit eine ernsthafte Belastung für das kubanische Gesundheitssystem dar und verdeutlicht die Verwundbarkeit der Bevölkerung gegenüber durch Vektoren übertragenen Krankheiten unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen.
Quelle: Granma (https://t1p.de/at492)
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Text: Leon Latozke
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