Neues aus Kuba
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Kuba meldet erneut steigende Zahlen bei Dengue- und Chikunguña-Infektionen. Das Gesundheitsministerium spricht von einer akuten epidemiologischen Lage, die inzwischen alle Provinzen des Landes betrifft. Besonders stark ist der Serotyp 4 des Dengue-Virus verbreitet, der schwere Verläufe begünstigt.
19.11.2025 07:37 Uhr
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Kuba sieht sich weiterhin mit einer ausgeprägten Welle an Arbovirosen konfrontiert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Minsap) sind die bestätigten oder vermuteten Fälle von Dengue und Chikunguña in der vergangenen Woche um 2,5 Prozent gestiegen. Das Ministerium spricht von einer landesweit „akuten“ epidemiologischen Lage.
Alle 15 Provinzen des Landes weisen laut Minsap eine endemische Übertragung auf; einzig der Sonderbezirk Isla de la Juventud befindet sich in einem gesonderten Alarmstatus. Die stellvertretende Gesundheitsministerin Carilda Peña erklärte, dass es eine „hohe Zirkulation“ des Chikunguña-Virus gebe. Zudem komme es vor, dass Erkrankte medizinische Einrichtungen nicht aufsuchen und deshalb in den offiziellen Statistiken fehlen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Dengue-Virus, insbesondere dem Serotyp 4, der häufiger schwere oder hämorrhagische Verläufe hervorruft. In 13 Provinzen wird eine überdurchschnittlich hohe Konzentration von Dengue-Fällen registriert. Die höchsten Inzidenzen verzeichnen die zentralen Provinzen Villa Clara und Sancti Spíritus, die östliche Provinz Las Tunas sowie La Habana und Artemisa im Westen. Während für Dengue und Oropouche keine neuen Fallzahlen veröffentlicht wurden – die letzten Angaben stammen von vor mehr als drei Wochen und nennen rund 2.360 Dengue-Infektionen –, hat das Ministerium jüngst die kumulierte Zahl der Chikunguña-Fälle mit 21.681 beziffert. Die Ursachen für die Ausbreitung der Viren sind seit Langem bekannt und wurden erneut bestätigt. Stehendes Wasser durch defekte Leitungen, unzureichende Müllentsorgung und anhaltend starke Niederschläge begünstigen die Vermehrung der Mücken. Die Regenfälle im Osten des Landes nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa haben diese Bedingungen zusätzlich verschärft. Um die Situation zu stabilisieren, verweist das Minsap auf erweiterte Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören verstärkte Fumigationen, engmaschigere Kontrollen in Wohngebieten sowie die gezielte Einweisung von Risikopatienten in Krankenhäuser. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, aktiv zur Beseitigung von Brutstätten beizutragen. Angesichts der bestehenden Infrastrukturprobleme und der hohen Belastung des Gesundheitssystems bleibt allerdings offen, wie wirksam diese Maßnahmen sein werden.
Quelle: Prensa Latina (https://t1p.de/92pv9)
Autor: Leon Latozke
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