Neues aus Kuba
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22.05.2026 23:00 Uhr
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Mexiko und die EU haben ihre Partnerschaft bekräftigt und sich für die Selbstbestimmung des kubanischen Volkes ausgesprochen. . Dies teilten Mexikos Außenminister Roberto Velasco und EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nach einem Treffen in Mexiko-Stadt mit.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Conferencia de prensa matutina. Jueves 21 de mayo 2026 | Presidenta Claudia Sheinbaum. Rechte beim Uploadenden.
Mexiko und die Europäische Union haben sich am Donnerstag (21.) demonstrativ hinter das Selbstbestimmungsrecht des kubanischen Volkes gestellt – und damit eine klare Gegenposition zu den jüngsten Eskalationen aus Washington bezogen. Nur einen Tag, nachdem die US-Justiz den früheren kubanischen Staatschef Raúl Castro offiziell des Mordes beschuldigte, trafen sich der mexikanische Außenminister Roberto Velasco und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in Mexiko-Stadt zu einem strategischen Dialog. In der gemeinsamen Pressekonferenz, die im Vorfeld des für Freitag angesetzten EU-Mexiko-Gipfels stattfand, unterstrichen beide Seiten die Notwendigkeit einer humanitären Zusammenarbeit und die Achtung der Souveränität der Insel.
Velasco betonte die unverrückbare Position seines Landes, die sich aus der mexikanischen Verfassung speise: „Unsere Position wird immer auf den Prinzipien der friedlichen Streitbeilegung und der Selbstbestimmung der Völker beruhen“, erklärte der mexikanische Diplomat. Eine direkte Stellungnahme zur Anklage gegen Raúl Castro vermied er jedoch. Stattdessen hob er hervor, dass man sich mit Kallas auf die humanitäre Dimension des Konflikts geeinigt habe: „Es ist von größter Bedeutung, die humanitäre Zusammenarbeit so zu gestalten, dass das kubanische Volk Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen erhält. Nur so kann es ein würdevolles Leben führen, das alle Menschen verdienen“, so Velasco. Kallas hingegen schlug einen schärferen Ton gegenüber der kubanischen Führung an. Die Bürger der Karibikinsel hätten nach „Jahrzehnten politischer Repression“ Anspruch auf „Chancen und Freiheit, nicht auf noch mehr Kontrolle und Isolation“. Sie forderte ein Ende der staatlichen Unterdrückung: „Es ist klar, dass die politische Repression aufhören muss, damit die Kubaner die Perspektiven bekommen, die sie verdienen. Für uns ist entscheidend, dass die kubanische Bevölkerung das Recht hat, selbst zu entscheiden.“ Die EU-Außenbeauftragte unterstrich zugleich die strategische Partnerschaft mit Mexiko: „Die Europäische Union und Mexiko sind Partner, die sich aufeinander verlassen können“, schrieb sie auf der Plattform X. Der gemeinsame Gipfel solle am Freitag mit der Unterzeichnung eines aktualisierten Globalabkommens und eines Interimsabkommens für den Handel gekrönt werden – der Abschluss jahrelanger Verhandlungen. Die Anklage gegen den 94-jährigen Raúl Castro, der Kuba bis 2018 regierte, ist der jüngste Schritt in einer gezielten US-Kampagne zur Erhöhung des Drucks auf Havanna. Die US-Regierung setzt dabei auf eine Kombination aus juristischen Mitteln, Wirtschaftssanktionen und der faktischen Blockade von Öllieferungen. Dies hat die ohnehin schwere Energie- und humanitäre Krise auf der Insel noch weiter verschärft. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel wies die Anschuldigungen gegen seinen Vorgänger am Mittwoch umgehend zurück. Er bezeichnete sie als „politische Aktion ohne jede rechtliche Grundlage“, die nur dazu diene, die aggressive Rhetorik zu untermauern und „eine militärische Aggression zu rechtfertigen“. Bereits zuvor hatte er vor einem „Blutbad“ im Falle einer US-Invasion auf Kuba gewarnt.
Quelle: EFE (https://t1p.de/ct0xt)
Autor: Leon Latozke
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