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Rund zwei Wochen nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa sind in Kubas Osten noch etwa eine Million Menschen ohne Strom. Besonders stark betroffen ist die Provinz Santiago de Cuba, wo nur ein Drittel der Haushalte wieder versorgt ist.
12.11.2025 09:57 Uhr
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Zwei Wochen nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa im Osten Kubas sind noch immer rund eine Million Menschen ohne Stromversorgung. Das teilte das kubanische Ministerium für Energie und Bergbau (Minem) am Dienstag mit. Melissa hatte die Region als Hurrikan der Kategorie 3 getroffen, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und Niederschlagsmengen von bis zu 400 Litern pro Quadratmeter. Besonders stark betroffen ist die Provinz Santiago de Cuba, wo erst 34 Prozent der Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen sind. In Holguín liegt die Wiederherstellungsquote bei rund 82 Prozent, in Granma bei 78 Prozent und in Guantánamo bei knapp 97 Prozent. Die Provinz Las Tunas meldet hingegen eine vollständige Wiederherstellung.
Die meisten der noch betroffenen Haushalte befinden sich in Santiago de Cuba (ca. 625.000 Menschen), gefolgt von Holguín (ca. 180.000) und Granma (ca. 165.000). Guantánamo verzeichnet etwa 15.000 weiterhin unterversorgte Bewohner. Präsident Miguel Díaz-Canel berichtete von „umfangreichen materiellen Schäden“. Neben Wohngebäuden (rund 90.000 beschädigt) seien auch etwa 100.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen, 600 medizinische Einrichtungen und rund 2.000 Schulen betroffen. Besonders kritisch ist die Lage beim nationalen Stromsystem (SEN): Auch nach Reparaturen der Leitungen kann nicht automatisch wieder Strom geliefert werden. Kubas Energieinfrastruktur ist veraltet, die Produktion reicht oft nicht aus, und fehlende Devisen erschweren den Import von Brennstoff. Aktuell rechnet die Regierung damit, dass bei Spitzenlast weiterhin mehr als die Hälfte der Insel von Stromausfällen betroffen sein wird. Die Folgen betreffen nicht nur private Haushalte, sondern auch Wirtschaft und öffentliche Dienste. Die Wiederherstellung der Energieversorgung wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, während Reparaturen an Gebäuden und Infrastruktur parallel erfolgen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/rqxrj)
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Text: Leon Latozke
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