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20.05.2026 08:00 Uhr
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Alina Fernández, Fidel Castros im Exil lebende Tochter, warnt die USA vor einem militärischen Vorgehen gegen die Insel. Sie befürchtet eine blutige Eskalation und betont, das Regime sei auf eine Invasion vorbereitet.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Desde Miami, la hija de Fidel Castro habla sobre Cuba: “No me siento hija de nadie”. Rechte beim Uploadenden.
Sie ist die Tochter des verstorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro, doch sie teilt weder seine Ideale noch seine Politik. Alina Fernández, die uneheliche Tochter des 2023 verstorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro, lebt seit über drei Jahrzehnten im Exil in Miami und hat sich als scharfe Kritikerin des Regimes auf der Karibikinsel einen Namen gemacht. In einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN äußerte die 68-Jährige nun jedoch eine bemerkenswerte Warnung an ihre Wahlheimat: Die USA unterschätzten die Regierung in Havanna. „Das ist nicht das erste Mal, dass den Kubanern gesagt wird, dass eine Invasion unmittelbar bevorsteht“, sagte Fernández dem Sender. „Wir befinden uns seit 67 Jahren in einem Invasionszustand oder zumindest im Zustand einer drohenden Invasion. Ich bin mir sicher, dass sie vorbereitet sind. Ich weiß nur nicht, wie sie reagieren werden“, zitierte CNN die Castro-Tochter.
Fernández, die als Kind die stundenlangen Reden ihres Vaters im Fernsehen ertragen musste, zeigte sich tief besorgt über die zunehmend aggressive Rhetorik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Sie führt die verschärfte Gangart weniger auf Trump selbst zurück, sondern vielmehr auf dessen Außenminister Marco Rubio, einen Kubanoamerikaner. „Ich glaube, das ist viel stärker auf die Anwesenheit von Marco Rubio in der Regierung zurückzuführen als auf Präsident Donald Trump selbst“, so Fernández im Interview. Sie verwies auf die jüngsten Berichte über eine angeblich bevorstehende Anklage gegen ihren Onkel Raúl Castro, den 94-jährigen Bruder des verstorbenen Revolutionsführers. Dies sei „nur ein Feigenblatt“ für weitergehende US-Operationen gegen die kubanische Führung, wenn sie auch nicht „spekulieren“ wolle, wie diese genau aussehen könnten. „Raúl Castro ist fast 95 Jahre alt. Ich sehe wenig Logik in dem, was da vor sich geht, außer dass dies Teil einer Strategie ist“, sagte Fernández gegenüber CNN. Die Tochter des früheren Staatschefs warnte eindringlich vor den menschlichen Kosten eines möglichen Militärschlags. Sie schloss sich damit der Einschätzung von Kubas amtierendem Präsidenten Miguel Díaz-Canel an, der vor einem „Blutbad“ gewarnt hatte. „Wir wissen, dass diese Regime Zivilisten an die Front schicken“, sagte Fernández. „Wenn eine Situation mit militärischer oder politischer Gewalt eintritt – das ist sehr beunruhigend. Ich habe das Gefühl, dass meine Freude nicht mit der Art und Weise übereinstimmen wird, wie die Lösung kommt. Es wird sehr schmerzhaft sein.“ Fernández, die ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Herkunft pflegt und sich selbst „wie jede andere Kubanerin“ fühlt, betonte, dass sie als Kind früh die „Diskrepanz zwischen dem Ruhm und den Reden und der Realität“ erkannt habe. Obwohl Trump mehrfach erklärt habe, Kuba werde unter US-Druck leicht nachgeben, warnte die Castro-Tochter vor einer solchen Fehleinschätzung: „Es ist sehr schwer für Menschen, aufzugeben. Es ist sehr schwer für Länder zuzugeben, dass sie den Krieg verloren haben. Ich denke, sie haben diesen Krieg gegen den Imperialismus schon vor langer Zeit verloren.“ Das Interview zeichnet das Porträt einer Frau, die zwischen den Fronten steht – politisch aufseiten der Exilgemeinde in Miami, aber mit der schmerzhaften Einsicht, dass der Sturz des Regimes, das sie einst zur Flucht zwang, nicht ohne hohe Opfer zu haben sein wird.
Quelle: YouTube/CNN (https://t1p.de/455u8)
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Autor: Leon Latozke
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