Neues aus Kuba
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20.04.2026 09:00 Uhr
In der westkubanischen Provinz Pinar del Río kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen einen großflächigen Waldbrand. Auf rund 1.700 Hektar wütet das Feuer in der bergigen Zone La Lanza, begünstigt durch ungünstige klimatische Bedingungen. Während für nahe Siedlungen derzeit keine unmittelbare Gefahr besteht, verdeutlicht dieser Vorfall eine alarmierende Entwicklung.
In Kubas westlicher Provinz Pinar del Río wütet seit Tagen ein Waldbrand von erheblichem Ausmaß. Nach Angaben des kubanischen Forstschutzkorps (Cuerpo de Guardabosques - CGB) sind bereits rund 1.700 Hektar Waldfläche betroffen. Die Löscharbeiten an dem Brandherd in der bergigen Zone La Lanza im Municipio Minas de Matahambre, laufen seit dem 10. April, konnten das Feuer aber bisher nicht unter Kontrolle bringen. Ungünstige klimatische Bedingungen erschweren die Bekämpfung weiterhin. Die Behörden geben jedoch Entwarnung für nahegelegene Siedlungen; eine unmittelbare Gefahr für bewohnte Gebiete bestehe derzeit nicht.
Die Situation in Pinar del Río bleibt angespannt, obwohl andere, zeitgleich gemeldete Brände in der Region als kontrolliert gelten. Dazu zählen Feuer an der Luis-Lazo-Straße, in La Güira und in La Solita. Bei diesen wird eine sogenannte "Aschewache" aufrechterhalten, um neu aufflammende Glutnester innerhalb der Perimeter schnell zu ersticken und ein erneutes Ausbreiten zu verhindern. Erst in den Vortagen konnten zwei weitere Brände – "El Polvorín" und "La Vigía" – vollständig gelöscht werden, die zusammen 40 Hektar Wald zerstört hatten. Die Ursachen für die aktuelle Brandserie werden noch untersucht. Die Statistik für das laufende Jahr 2026 verzeichnet in Pinar del Río bereits 46 Waldbrände mit einer Gesamtschadensfläche von über 950 Hektar. Laut Fachleuten des CGB war nur einer dieser Vorfälle auf natürliche Ursachen zurückzuführen. Die überwältigende Mehrheit sei das Resultat menschlicher Fahrlässigkeit und Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften. Die aktuelle Brandsaison setzt eine verheerende Trendfortsetzung aus dem Vorjahr: 2025 verbrannten in Kuba mehr als 8.000 Hektar – eine Fläche, die die Gesamtschäden der vier vorangegangenen Jahre zusammen übertrifft. Etwa 96 Prozent aller Waldbrände auf der Insel ereignen sich traditionell in der Trockenperiode zwischen Januar und Mai, wobei März und April historisch die höchste Gefährdung aufweisen. Die wiederkehrenden Großfeuer stellen eine massive Belastung für die wertvollen Waldökosysteme der Region dar und werfen Fragen nach der Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen in der kritischen Trockenzeit auf.
Quellen: EFE (https://t1p.de/zgkqw), Periódico Guerrilleros (https://t1p.de/lnp5d)
Autor: Leon Latozke
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