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Ein kubanischer Arzt hat in der Nähe von La Coloma einen Fischer nach einem Haiangriff in letzter Minute gerettet. Der 28-jährige Facharzt für Allgemeinmedizin handelte schnell, versorgte die Wunden auf See und brachte den Verletzten in ein Krankenhaus in Pinar del Río.
15.10.2025 10:17 Uhr
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
In der Nähe von La Coloma in der Provinz Pinar del Río ist ein kubanischer Fischer von einem Hai angegriffen worden. Durch das schnelle Eingreifen eines jungen Arztes konnte das Leben des Mannes gerettet werden. Der Vorfall ereignete sich am 14. Oktober 2025 am Vormittag, als der Fischer auf See schwere Verletzungen an Hand und Brust erlitt.
Yaismel Corrada Valdés, 28 Jahre alt, Facharzt für Allgemeinmedizin mit Zusatzqualifikation in Notfallmedizin, befand sich zum Zeitpunkt des Notrufs in einem Geldwechselbüro in Cortés. Die Küstenwache alarmierte ihn, da der Fischer sich in unmittelbarer Lebensgefahr befand. Corrada entschied sich, sofort zu handeln. Er nahm medizinisches Material aus der örtlichen Gesundheitsstation und machte sich mit einem Boot auf den Weg in offenes Meer, um dort die medizinische Versorgung zu übernehmen. Trotz zunächst unklarer Koordinaten erreichte der Arzt den Verletzten in der Nähe von La Coloma. Auf See verband er die Wunden an Hand und Brust, stabilisierte den Patienten mit einer Infusion und überwachte seine Vitalfunktionen. Anschließend brachte er den Fischer zum Hafen von La Coloma, wo ein Notfallteam ihn übernahm und umgehend ins Krankenhaus Abel Santamaría in Pinar del Río transportierte. Dort erfolgte eine dringende Operation. Dank des schnellen Eingreifens des Arztes überlebte der Mann den Angriff und befindet sich nun in Erholung. Corrada bezeichnete die Situation als einmalige Erfahrung. Er betonte, dass er jederzeit wieder handeln würde, falls es nötig sei. Lokale Medien und soziale Netzwerke würdigten das Engagement des Arztes als beispielhafte Kombination von Mut, Fachwissen und Solidarität. Haiangriffe in kubanischen Gewässern sind selten, jedoch nicht unbekannt. Seit 1956 wurden insgesamt 46 Vorfälle dokumentiert, darunter 24 tödliche Attacken. Die Mehrheit dieser Angriffe ereignete sich in den Gewässern vor der Westküste, insbesondere in den Provinzen Matanzas, Pinar del Río und Artemisa. Fischer und Taucher sind dabei besonders gefährdet, da sie sich häufig in offenen Gewässern aufhalten. Die Ursachen für Haiangriffe sind vielfältig. Oftmals werden sie durch das Verhalten der Menschen ausgelöst, etwa durch nächtliches Schwimmen oder das Angeln mit Ködern. In einigen Fällen wurden Fischer von Hammerhaien angegriffen, die wiederholt ihre Boote attackierten. Solche Vorfälle werfen Fragen zur Häufigkeit und den Ursachen von Haiaktivitäten in bestimmten Regionen auf. Trotz dieser Vorfälle bleibt das Risiko eines Haiangriffs in Kuba gering. Die meisten Begegnungen enden ohne Zwischenfälle.
Quelle: Cubadebate (https://t1p.de/5u2lh)
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