Neues aus Kuba
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03.05.2026 12:00 Uhr
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Die kubanische Regierung hat erneut bekräftigt, dass sie nicht bereit ist, mit den USA über politische oder wirtschaftliche Reformen zu verhandeln. Vor dem Hintergrund neuer US-Sanktionen und der militärischen Drohungen Trumps warnte Außenminister Bruno Rodríguez vor einem „Volkskrieg“, sollte die USA angreifen.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: EN VIVO | Declaraciones de Bruno Rodríguez Parrilla, a la prensa nacional y extranjera. Rechte beim Uploadenden.
Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez hat bei einem internationalen Treffen am Samstag (2.) in Havanna unmissverständlich klargestellt, dass seine Regierung nicht bereit ist, mit den USA über innenpolitische oder wirtschaftliche Reformen zu verhandeln. Vor mehr als 700 Gewerkschaftsvertretern, linken Politikern und Aktivisten, die sich zum 1. Mai in der kubanischen Hauptstadt versammelt hatten, wies Rodríguez jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes zurück. „Es ist in keiner Weise Teil des Austauschs mit den USA, das politische und wirtschaftliche System Kubas zu ändern“, betonte der Diplomat laut dem veröffentlichten Wortlaut seiner Rede. Er stellte klar, dass kein einziges internes Thema des kubanischen Volkes oder der Revolution Gegenstand von Gesprächen mit Washington sein dürfe.
Die harschen Worte aus Havanna fallen in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen beiden Ländern. US-Präsident Donald Trump hatte erst kürzlich angekündigt, die Kontrolle über die Insel „fast sofort“ übernehmen zu wollen, wenngleich er zunächst seine militärischen Operationen im Iran abschließen wolle. Rodríguez warnte Washington eindringlich davor, den kubanischen Nationalismus und die Entschlossenheit der Bevölkerung zu unterschätzen. „Kuba wäre ein Wespennest. Kuba wäre eine Todesfalle. Kuba wäre der Schauplatz eines Volkskriegs, wenn der US-Imperialismus es wagen sollte, uns anzugreifen“, prophezeite der Außenminister. Er ergänzte, dass sich Kuba mit Ideen verteidige und sich notfalls auch mit Waffen verteidigen werde. Trotz dieser kämpferischen Rhetorik betonte Rodríguez, dass die Insel verantwortungsvoll handele. Man bereite sich zwar auf alle Eventualitäten vor, einschließlich einer direkten militärischen Aggression, setze aber weiterhin auf Besonnenheit und gesunden Menschenverstand, bevor jemand ein derart riskantes Abenteuer beginne. Die USA hatten zuvor eine neue Exekutivanordnung erlassen, die die Sanktionen massiv ausweitet und nahezu jede nicht-amerikanische Person oder Firma erfasst, die Handelsbeziehungen mit Kuba unterhält – besonders in den Bereichen Energie, Verteidigung, Sicherheit und Finanzen. Bereits seit Januar hat Washington die wirtschaftliche Schraube mit einer Erdölblockade weiter angezogen, die die Einfuhr von Rohöl und Treibstoff fast völlig zum Erliegen gebracht hat. Die Folge sind tägliche Stromausfälle und eine nahezu paralysierte Wirtschaft. Beide Seiten haben zwar seit mehr als einem Monat Gespräche bestätigt, jedoch wurden bislang weder Themen noch Fortschritte dieses Dialogs öffentlich gemacht. Trump und sein Außenminister haben Havanna wiederholt aufgefordert, das Wirtschaftssystem und das politische Regime zu ändern. Die kubanische Führung lehnt dies kategorisch ab. „Wir werden niemals mit den USA über Angelegenheiten verhandeln, die allein die Souveränität, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Kubaner betreffen“, erklärte Rodríguez. Das lateinamerikanische ALBA-Bündnis (Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América - ALBA) verurteilte unterdessen die jüngsten Drohungen Trumps. In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung rief die Staatengemeinschaft die internationale Gemeinschaft auf, sich jeder Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen Kuba zu widersetzen. Die ALBA forderte die US-Regierung auf, den Weg eines respektvollen Dialogs auf Augenhöhe zu wählen, ohne Drohungen oder Bedingungen zu stellen, und sich dabei strikt an die Charta der Vereinten Nationen sowie die Achtung der Souveränität und Unabhängigkeit Kubas zu halten. Die Organisation warnte vor den gefährlichen Konsequenzen, die eine militärische Eskalation in der Region haben könnte.
Quelle: EFE (https://t1p.de/yjcod)
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