Neues aus Kuba
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Die kubanische Regierung weist Berichte über angebliche Gespräche mit US-Vertretern zu Venezuela zurück. Reuters hatte berichtet, kubanische Beamte hätten über die mögliche Absetzung von Nicolás Maduro diskutiert – Havanna bezeichnet die Meldung als „absurd und falsch“.
09.12.2025 04:00 Uhr
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Die kubanische Regierung hat Berichte über angebliche Gespräche zwischen hochrangigen Beamten des Regimes und Vertretern der USA zurückgewiesen, in denen es um die mögliche Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gegangen sein soll. Reuters hatte zuvor unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, es seien Kontakte erfolgt, um die regionale Entwicklung nach einem Machtwechsel in Caracas zu erörtern. Die kubanische Vizeaußenministerin Josefina Vidal bezeichnete diesen Bericht als „absurd und falsch“ und betonte gegenüber der Agentur Associated Press, dass solche Kontakte nicht stattgefunden hätten. Zudem wies sie jede Unterstellung zurück, Kuba mische sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein.
In einer schriftlichen Erklärung unterstrich Vidal die langjährige Position Kubas als Verfechter von Frieden in Lateinamerika und der Karibik und verwies auf das Engagement des Landes im Kampf gegen den Drogenhandel. Nach Angaben der kubanischen Regierung handelte es sich bei den Reuters-Informationen um den Versuch, die enge Partnerschaft zwischen Havanna und Caracas zu untergraben. Die Meldung erscheint vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den USA und Venezuela. Die Regierung von Donald Trump hat in den vergangenen Wochen ihre Maßnahmen gegen den internationalen Drogenhandel verschärft und Maduro persönlich für dessen angebliche Rolle im illegalen Handel verantwortlich gemacht. Gleichzeitig hält Washington ein militärisches Aufgebot im Karibikraum vor den venezolanischen Küsten bereit, darunter den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford. Trump hatte zudem die Möglichkeit eines vollständigen Luftsperrgebiets über Venezuela in den Raum gestellt, was Befürchtungen über eine militärische Intervention weiter verstärkte. Maduro selbst reagiert auf den wachsenden Druck aus Washington mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen und einer zunehmenden Militarisierung seines Umfelds. Er hat die venezolanischen Sicherheitskräfte angewiesen, „alle Formen des bewaffneten Volkskampfes“ zu prüfen und eine „permanente Offensive“ zur Sicherung der Stabilität des Landes aufrechtzuerhalten. Zudem verstärkte er sein persönliches Sicherheitsapparat mit kubanischen Offizieren aus dem Bereich der Gegenaufklärung, was die enge Kooperation zwischen beiden Regimen unterstreicht. Die Beziehung zwischen Kuba und Venezuela war in jüngster Zeit auch durch die Aussagen des ehemaligen Militärgeheimdienstchefs unter Hugo Chávez, Hugo „El Pollo“ Carvajal, belastet. Carvajal beschuldigte Kuba in einem Schreiben an Präsident Trump, eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des sogenannten „Cartel de los Soles“ gespielt zu haben. Dieses Netzwerk soll den Drogenhandel als „politische Waffe“ genutzt und dabei mit Organisationen wie den FARC, der ELN und der libanesischen Hisbollah zusammengearbeitet haben, um die Vereinigten Staaten mit Kokain zu überschwemmen. Die US-Administration hat den „Cartel de los Soles“ als terroristische Organisation eingestuft und hohe Belohnungen für Informationen ausgesetzt, die zur Festnahme von Nicolás Maduro führen. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, dass die politische und sicherheitspolitische Lage in Venezuela weiterhin von hoher Instabilität geprägt ist und die Rolle Kubas in der Region erneut im Fokus internationaler Beobachter steht.
Quelle: Periodico cubano (https://t1p.de/z4z6g)
Autor: Leon Latozke
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