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22.03.2026 22:00 Uhr
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Nach Drohungen aus Washington erhöht Kuba seine militärische Bereitschaft. Die Regierung betont zugleich, dass sie weiterhin auf Dialog setzt, wahrend die kubanischen Streitkräfte sich auf eine mögliche militärische Aggression der USA vorbereiten.
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Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Cuban deputy FM reacts to Trump’s threats to take over Cuba: Full interview. Rechte beim Uploadenden.
Kubas Regierung bereitet sich nach eigenen Angaben auf ein mögliches militärisches Szenario mit den Vereinigten Staaten vor. Der stellvertretende Außenminister Carlos Fernández de Cossío erklärte in einem Interview mit dem US-Sender NBC, die Streitkräfte der Insel seien in erhöhter Bereitschaft.
Zwar halte man eine direkte militärische Konfrontation derzeit für unwahrscheinlich, doch ein solches Szenario werde nicht ausgeschlossen. „Es wäre naiv, sich nicht vorzubereiten“, sagte der Diplomat. Kuba habe historisch stets die Fähigkeit betont, im Ernstfall die gesamte Bevölkerung zur Verteidigung zu mobilisieren. Gleichzeitig unterstrich Fernández de Cossío, dass Havanna keinerlei Anlass für ein militärisches Vorgehen sehe. Kuba verstehe sich als friedlicher Staat und stelle keine Bedrohung für die USA dar. Die Regierung betont weiterhin ihre Bereitschaft zu Gesprächen und verweist auf das eigene Interesse an stabilen Beziehungen. Die aktuellen Spannungen sind eng mit der geopolitischen Entwicklung in Lateinamerika verknüpft. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA Anfang des Jahres verschärfte sich der Ton zwischen Washington und Havanna deutlich. Vertreter der US-Regierung, darunter Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio, deuteten an, dass Kuba verstärkt unter Druck geraten könnte. Trump selbst sorgte zuletzt mit drastischen Aussagen für Aufsehen, in denen er erklärte, es wäre für ihn eine „Ehre“, die Kontrolle über Kuba zu übernehmen. Solche Äußerungen nähren in Havanna die Sorge vor einer möglichen Eskalation. Parallel dazu verschärft sich die wirtschaftliche Lage auf der Insel. Der US-geführte Ölboykott sowie der Wegfall venezolanischer Lieferungen haben eine schwere Energiekrise ausgelöst. Stromausfälle gehören inzwischen zum Alltag, staatliche Dienstleistungen sind stark eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund spricht die kubanische Regierung von einer „sehr ernsten Situation“. Dennoch signalisiert sie Dialogbereitschaft. Man sei offen für wirtschaftliche Kooperation und eine respektvolle bilaterale Beziehung – vorausgesetzt, die nationale Souveränität werde gewahrt. Die Lage bleibt angespannt: Während Washington den Druck erhöht, versucht Havanna, militärisch vorbereitet zu sein und zugleich diplomatische Kanäle offenzuhalten. Autor: Leon Latozke
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