Neues aus Kuba
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02.03.2026 05:00 Uhr
Nach Luftangriffen auf Iran verurteilt Kuba die Tötung Ali Khameneis als „Mord“. Präsident Díaz-Canel stärkt Teheran demonstrativ den Rücken. Die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts sei völkerrechtswidrig.
Abbildung: Symbolbild Miguel Díaz-Canel, 22. November 2022, Moskau (Bildquelle: Duma.gov.ru, Miguel Díaz-Canel in the Russian State Duma (2022-11-22) 04, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY 4.0)
Nach der Tötung des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei infolge gemeinsamer Luftangriffe Israels und der Vereinigten Staaten hat sich die kubanische Führung mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet. Präsident Miguel Díaz-Canel sprach von einem „Mord“ und übermittelte dem iranischen Volk sowie Präsident Masoud Pezeshkian sein Beileid.
In einer offiziellen Erklärung verurteilte Havanna die Tötung als „eklatante Verletzung des Völkerrechts und der menschlichen Würde“. Khamenei werde in Kuba als bedeutender Staatsmann in Erinnerung bleiben, der die bilateralen Beziehungen gefestigt habe. Seit Jahrzehnten pflegen beide Länder enge politische Kontakte, getragen von einer gemeinsamen Ablehnung der US-Außenpolitik. Die Angriffe erfolgten im Rahmen der Operation „Epischer Zorn“, bei der neben Khamenei auch Teile der militärischen Führung Irans ums Leben kamen. Teheran kündigte Vergeltung an und griff nach eigenen Angaben mehrere Staaten an, die als Verbündete Washingtons gelten. Berichte sprechen von wiederholten Angriffswellen auf die iranische Hauptstadt, ohne dass bislang offizielle Angaben zu Opfern oder Schäden vorliegen. Auch Moskau reagierte scharf. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach von einem zynischen Verstoß gegen Moral und internationales Recht. Das russische Außenministerium bezeichnete die Militäraktion als geplanten Angriff auf einen souveränen UN-Mitgliedstaat und warnte vor einer humanitären und wirtschaftlichen Eskalation in der Region. Für Kuba fällt die Entwicklung in eine Phase wachsender Spannungen mit Washington. In den vergangenen Monaten intervenierten die USA militärisch in Venezuela und nun in Iran – zwei Staaten, die als strategische Partner Havannas gelten. Parallel dazu erhöhte Washington den Druck auf die Insel und blockierte nach kubanischer Darstellung die Ölzufuhr. Vor diesem Hintergrund erhält die Solidaritätsbekundung mit Teheran auch eine geopolitische Dimension: Sie signalisiert außenpolitische Geschlossenheit gegenüber einem zunehmend konfrontativen Umfeld.
Quelle: Cubadebate, Telesur/YouTube
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