Neues aus Kuba
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25.05.2026 09:00 Uhr
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China liefert 15.000 Tonnen Reis nach Kuba, die größte Nahrungsmittelhilfe seit Jahren. In den kommenden Monaten sollen insgesamt 60.000 Tonnen folgen.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Gạo viện trợ của Trung Quốc đến Cuba | VTV24. Rechte beim Uploadenden.
Kuba hat eine erste Tranche von 15.000 Tonnen Reis aus China erhalten – ein dringend benötigtes Lebensmittel inmitten akuter Versorgungsengpässe. Wie Präsident Miguel Díaz-Canel am Sonntag (24.) mitteilte, traf die Fracht im Hafen von Havanna ein. Es handele sich um den ersten Teil einer zugesagten Gesamtlieferung von 60.000 Tonnen, die Peking dem Inselstaat schenken will. Díaz-Canel würdigte die Geste als „Ausdruck edler Solidarität“, die Millionen Verbraucher in allen Provinzen sowie die Hauptstadt erreichen werde, einschließlich Gesundheits- und Bildungseinrichtungen. Der chinesische Botschafter in Kuba, Hua Xin, bezeichnete die Lieferung im staatlichen Fernsehen als die größte Nahrungsmittelhilfe Pekings an Kuba seit Jahren.
Die Spende fällt in eine Zeit extremer wirtschaftlicher Not für Kuba. Seit 1962 unterliegt das Land einem umfassenden Handelsembargo der USA, das Havanna regelmäßig für die chronische Knappheit an Nahrungsmitteln und Medikamenten verantwortlich macht. Hinzu kommt eine dramatische Verschärfung der Energiekrise: Im Januar stellte der langjährige Verbündete Venezuela seine Öllieferungen an Kuba ein, nachdem die US-Regierung den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gestürzt hatte und die Energiepolitik des Landes neu ausrichtete. Washington droht zudem mit Sanktionen gegen jeden Staat, der Kuba mit Öl beliefert. Diese faktische Energieblockade hat die ohnehin verbreiteten Stromausfälle auf der Insel noch einmal erheblich verschlimmert. Die Spannungen zwischen Havanna und Washington haben sich zuletzt weiter zugespitzt. Während die US-Regierung den ehemaligen kubanischen Staatschef Raúl Castro wegen des Abschusses von Flugzeugen im Jahr 1996 anklagte, verurteilte China diesen Schritt scharf. Die USA hatten Castro bereits zuvor als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft, ohne jedoch direkte Gespräche mit Havanna ganz abzubrechen. Die kubanische Führung warnte ihrerseits vor einem „Blutbad“ im Falle eines militärischen Angriffs der USA. In diesem angespannten geopolitischen Klima sieht Havanna in der chinesischen Unterstützung nicht nur eine humanitäre Geste, sondern auch ein strategisches Signal: Die Beziehungen zwischen Peking und Havanna, so Díaz-Canel, würden sich „in entscheidenden Momenten“ festigen. Die Reislieferung unterstreicht einmal mehr, wie sehr sich Kuba in seiner Not auf China als Partner verlässt – während die USA gleichzeitig den Druck auf die Insel erhöhen.
Quelle: SCMP (https://t1p.de/3q7lb)
Autor: Leon Latozke
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