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Der Osten Kubas bereitet sich auf den herannahenden Hurrikan Melissa vor. Der Wirbelsturm hat sich im Karibischen Meer weiter verstärkt und könnte in den kommenden Tagen den Osten der Insel treffen. In Guantánamo wurden aus Sicherheitsgründen alle Schulaktivitäten für die nächste Woche ausgesetzt.
26.10.2025 10:00 Uhr
Abbildung: Sandwich RGB Blend combines IR band 13 with visual band 3 26 Oct 2025 - 07:10 UTC. Quelle: NOAA
Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch den Hurrikan Melissa hat Kuba im Osten des Landes weitreichende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. In der Provinz Guantánamo werden sämtliche Schulaktivitäten für die kommende Woche ausgesetzt, wie die lokale Bildungbehörde auf Facebook mitteilte.
Nach Angaben des US-amerikanischen National Hurricane Center (NHC) hat Melissa im Laufe des Wochenendes weiter an Stärke gewonnen und erreicht derzeit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde. Der Sturm bewegt sich nur langsam westwärts und befindet sich südöstlich von Jamaika. Die Meteorologen warnen vor einer möglichen „raschen Intensivierung“, die Melissa in den kommenden Stunden zu einem Hurrikan der Kategorie zwei oder höher machen könnte. Das Zentrum des Wirbelsturms wurde am Samstagabend (Ortszeit) auf etwa 16,6 Grad nördlicher Breite und 75,5 Grad westlicher Länge lokalisiert – rund 190 Kilometer südöstlich von Kingston, Jamaika, und 380 Kilometer südlich der kubanischen Stadt Santiago de Cuba. Melissa zieht derzeit mit einer Geschwindigkeit von rund sechs Kilometern pro Stunde über das Karibische Meer. Die kubanischen Behörden gaben jn zwischen eine Hurrikanwarnung für die östlichen Provinzen von Camagüey bis Guantánamo heraus. Das kubanischen nationale Institut für Meteorologie (INSMET) beobachtet die Entwicklung des Systems rund um die Uhr. Es rechnet damit, dass ab Sonntag die äußeren Regenbänder des Hurrikans den Osten der Insel erreichen und erste Auswirkungen spürbar werden. Insbesondere an der Südküste von Granma, Santiago de Cuba und Guantánamo sollen die Meere zunehmend aufgewühlt sein, begleitet von starkem Wellengang und möglichen Sturmfluten. Der kubanische Wetterdienst prognostiziert ergiebige Regenfälle zwischen 150 und 300 Millimetern, örtlich sogar bis zu 450 Millimetern. Diese Mengen könnten in bergigen Regionen zu plötzlichen Überschwemmungen und Erdrutschen führen. Zusätzlich drohen im Flachland Überflutungen durch hohe Wellen und Überschwemmungen. Während sich die karibischen Inseln auf den herannahenden Sturm einstellen, ruft die kubanische Regierung Bevölkerung und Institutionen zu erhöhter Wachsamkeit auf. Die Aussetzung des Unterrichts in Guantánamo gilt als Teil eines umfassenden Vorsorgeplans, der verhindern soll, dass Schüler und Lehrkräfte während des erwarteten Schlechtwetters gefährdet werden. Der weitere Verlauf des Hurrikans hängt von seiner Interaktion mit der Gebirgskette Jamaikas ab. Sollte Melissa ihre derzeitige westliche Zugbahn beibehalten und an Intensität gewinnen, könnte der Sturm Mitte kommender Woche den Osten Kubas direkt treffen oder zumindest mit seinen Randzonen schwere Niederschläge und Sturmfluten verursachen.
Quelle: Venceremos/Facebook (https://t1p.de/kazq2)
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Text: Leon Latozke
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