Neues aus Kuba
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Tausende Menschen demonstrierten vor der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt gegen das Vorgehen der Vereinigten Staaten in Venezuela. Präsident Miguel Díaz-Canel rief zur Geschlossenheit auf, nachdem US-Präsident Donald Trump neue wirtschaftliche Drohungen ausgesprochen hatte.
17.01.2026 07:13 Uhr
Tausende Kubaner versammelten sich am Freitag bei Tagesanbruch vor der US-Botschaft in Havanna, um gegen die ihrer Meinung nach aggressive Politik der USA in der Region zu protestieren, nachdem der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro, ein Verbündeter Kubas, festgenommen worden war.
Die Spannungen zwischen den beiden langjährigen Rivalen haben seit dem Angriff der USA auf Venezuela zugenommen, bei dem 32 kubanische Militär- und Geheimdienstoffiziere, die vermutlich Maduro verteidigten, getötet wurden. Dies war der erste Zusammenstoß zwischen US-amerikanischen und kubanischen Streitkräften seit Jahrzehnten. Parallel zu den Demonstrationen fanden in Havanna staatliche Trauerfeiern für die getöteten Soldaten statt. Ihre sterblichen Überreste wurden unter militärischen Ehren auf dem Colon-Friedhof beigesetzt. Vertreter der Staatsführung nahmen an den Zeremonien teil, ebenso Angehörige der Streitkräfte. Die Regierung erklärte, die in Venezuela eingesetzten Kubaner hätten dort „legitime Aufgaben“ erfüllt. Präsident Miguel Díaz-Canel wandte sich während der Kundgebung vor der US-Botschaft an die Teilnehmer und rief zur nationalen Geschlossenheit auf. Kuba werde dem politischen und wirtschaftlichen Druck der Vereinigten Staaten nicht nachgeben, sagte er. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung Havannas für die Regierung in Caracas. Die US-Regierung verschärfte unterdessen ihren Ton gegenüber Kuba. Präsident Donald Trump kündigte an, Venezuela werde künftig weder Öl noch finanzielle Mittel an Kuba liefern. Zudem forderte er die kubanische Führung auf, ein Abkommen mit Washington zu schließen. Details nannte er nicht. Kuba ist wirtschaftlich stark von venezolanischen Energielieferungen abhängig, insbesondere angesichts der anhaltenden US-Sanktionen. Autor: Leon Latozke
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