Neues aus Kuba
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Die italienische Entwicklungsagentur AICS investierte 2024 rund 69 Millionen Euro in Kuba. Finanziert wurden 18 Projekte in Kultur, Landwirtschaft und Energie, darunter die Restaurierung des Klosters Santa Clara und Programme zur Ernährungssicherheit.
19.08.2025 07:29 Uhr
Die italienische Entwicklungsagentur (Agencia Italiana para la Cooperación - AICS) hat im vergangenen Jahr insgesamt 69 Millionen Euro in 18 Projekte auf der Insel investiert. Das Geld floss nach Angaben staatlicher kubanischer Medien vor allem in die Bereiche Kultur, Landwirtschaft und nachhaltige Entwicklung. Ziel der Maßnahmen sei es, lokale Kapazitäten zu stärken, Innovation zu fördern sowie Geschlechtergleichheit und Klimaschutz voranzubringen.
Im Mittelpunkt stehen mehrere größere Vorhaben. In Havannas Altstadt unterstützt das Projekt „Santa Clara“ die Umwandlung des gleichnamigen Klosters in ein internationales Ausbildungszentrum für Restaurierung und Denkmalpflege. Mit dem Programm „Zone Creative“ wurden in Havanna und Matanzas kulturelle Initiativen gefördert, die insbesondere junge Menschen und Frauen einbeziehen. Ein weiteres Projekt mit dem Namen „Hab.Ama“ richtete sich an mehr als 370 lokale Produktionsbetriebe und sollte die Ernährungssicherheit in der Hauptstadt verbessern. Über die kulturellen und sozialen Initiativen hinaus engagierte sich die italienische Kooperation auch in zentralen Wirtschaftsbereichen. Sie finanzierte Maßnahmen zur Modernisierung der Kaffeeproduktion, zur Verbesserung der Viehzucht und zum Ausbau erneuerbarer Energien. Mit diesen Programmen zielt Rom darauf, nicht nur punktuelle Hilfe zu leisten, sondern auch langfristige Strukturen aufzubauen, die zur wirtschaftlichen Erholung der Insel beitragen können. Die ACICS finanziert sich hauptsächlich aus dem italienischen Staatshaushalt über den Fonds für Entwicklungszusammenarbeit. Ergänzend stammen Mittel aus EU-Programmen, internationalen Fonds und multilateralen Organisationen. Häufig tragen auch NGOs, Universitäten oder der Privatsektor Kofinanzierungen bei, wodurch Projekte weltweit umgesetzt werden können. Die Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Kuba mit einer der schwersten Krisen seiner jüngeren Geschichte konfrontiert ist. Das Land leidet unter einer tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und energiepolitischen Misere. Wesentliche Ursachen sind die verschärften US-Sanktionen, aber auch die eigenen, vielfach als gescheitert geltenden Wirtschafts- und Währungsreformen. Für die Bevölkerung bedeutet dies anhaltende Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff, regelmäßige Stromabschaltungen und eine rapide steigende Inflation. Die Krise hat zudem eine beispiellose Auswanderungswelle ausgelöst, die weite Teile der Gesellschaft betrifft.
Quellen: AICS (https://t1p.de/a1hmv), CubaSi (https://t1p.de/t45bz)
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Text: Leon Latozke
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