Neues aus Kuba
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Eine Kaltfront zieht über Kuba hinweg und sorgt vor allem im Westen und Zentrum der Insel für starke Winde, hohen Wellengang und lokale Küstenüberflutungen. Besonders betroffen ist die Nordwestküste mit Havanna, wo Behörden vorsorglich gefährdete Anwohner aus niedrig gelegenen Küstenzonen evakuierten.
01.02.2026 09:50 Uhr
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Ein neuer Kaltfrontdurchgang beeinflusst derzeit große Teile Kubas und führt vor allem im Zentrum und Westen der Insel zu wintertypischen Wettererscheinungen. Nach Angaben des kubanischen Instituts für Meteorologie hat die Front bereits diese Regionen erfasst und bewegt sich weiter ostwärts. Bis zum Ende der Nacht oder in den frühen Morgenstunden soll sie auch den Osten des Landes erreichen.
Begleitet wird der Kaltlufteinbruch von Regenfällen, die jedoch insgesamt begrenzt blieben. Im Westen Kubas bis zur Provinz Villa Clara wurden nur geringe Niederschläge registriert, auch in der Zentralregion fielen die Regenmengen eher schwach aus. In den östlichen Landesteilen kam es bislang lediglich zu vereinzelten, lokal begrenzten Schauern. Deutlich spürbarer sind die Auswirkungen durch Wind und Seegang. In den nördlichen und westlichen Regionen wurden Windgeschwindigkeiten zwischen 35 und 50 Kilometern pro Stunde gemessen, teils mit stärkeren Böen. Auf See erreichten die Wellen Höhen von drei bis vier Metern. Satellitenaufnahmen zeigen eine ausgeprägte Bewölkung über der westlichen Hälfte der Insel, verursacht durch Wolkenfelder aus dem Golf von Mexiko im Zusammenhang mit der Kaltfront. Besondere Aufmerksamkeit gilt der nordwestlichen Küste Kubas. Das Institut für Meteorologie warnte vor starkem Seegang, die Überflutungen in niedrig gelegenen Küstenabschnitten führen können. Auch Havanna ist davon betroffen. Dort drohen Überschwemmungen entlang der Küstenlinie, einschließlich des Malecóns. Als Reaktion auf den zunehmenden Wellengang und die beginnenden Überflutungen leiteten die lokalen Behörden Schutzmaßnahmen ein. Der Verwaltungsrat des Stadtbezirks Plaza de la Revolución in Havanna teilte mit, dass besonders gefährdete Personen vorsorglich aus ihren Wohnungen evakuiert wurden. Ziel sei es, das Risiko für Menschen in den exponierten Küstenzonen zu reduzieren, während sich die Kaltfront weiter über das kubanische Staatsgebiet hinweg verlagert.
Der Artikel wurde zuerst bei Mundus Novus 24 veröffentlicht.
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