Neues aus Kuba
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17.04.2026 13:00 Uhr
Der führender kanadischer Reiseveranstalter Sunwing Vacations stoppt alle Kuba-Reisen bis Oktober. Die Treibstoffkrise der Insel zwingt auch die kanadischen Marken WestJet Vacations zum kompletten Stopp. Betroffene Urlauber erhalten Alternativangebote. Der Flugbetrieb soll erst im Herbst wieder anlaufen.
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Die kanadische Reisegruppe Sunwing Vacations hat ihre kompletten Kuba-Operationen bis weit in den Herbst hinein gestrichen. Betroffen sind neben Sunwing Vacations selbst auch WestJet Vacations und Vacances WestJet Quebec. Damit werden alle Flüge und Pauschalreisen in das Karibikland vom 20. Juni bis zum 9. Oktober abgesagt. Ursache ist eine anhaltende, schwere Treibstoffkrise auf der Insel, die den Flugbetrieb massiv beeinträchtigt. Auch Verbindungen nach Varadero und Cayo Coco, die ursprünglich im Sommer hätten stattfinden sollen, sind von der Entscheidung erfasst. Ein Wiederaufnahme ist frühestens ab dem 10. Oktober geplant, für weitere Destinationen wie Holguín sogar erst ab dem 25. Oktober.
Kanada ist der wichtigste Herkunftsmarkt für den kubanischen Tourismus ist seit vielen Jahren. Kanadische Reisende stellen regelmäßig den größten Anteil der internationalen Besucher – oft deutlich vor allen anderen Ländern. Die der WestJet Group gehörende Gesellschaft reagiert damit auf eine prekäre Versorgungslage, die sich seit Monaten zuspitzt. Bereits im Februar hatten kanadische Airlines ihre Flüge nach Kuba eingestellt, nachdem Flughäfen dort einen akuten Mangel an Kerosin gemeldet hatten. Die aktuelle Entscheidung stellt eine erhebliche Ausweitung und Verlängerung dieser Aussetzung dar. Der Hintergrund der Krise ist politischer Natur: Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA im Januar fiel eine lebenswichtige Öllieferung an Kuba weg. US-Exekutivanordnungen, die Länder mit Ölexporten nach Kuba mit Strafzöllen bedrohen, verschärfen die Isolation weiter. Die Folgen des Treibstoffmangels sind für die kubanische Bevölkerung dramatisch und reichen von landesweiten Stromausfällen bis zu explodierenden Preisen für Grundnahrungsmittel. Für den Tourismussektor, eine wichtige Devisenquelle, bedeutet der Rückzug eines großen Reiseveranstalters einen weiteren schweren Schlag. Sunwing bietet betroffenen Kunden Alternativen zu anderen Sonnenzielen wie Cancún oder Punta Cana an und behält sich vor, die Lage weiter zu beobachten. Die umfassende Streichung des Sommerprogramms unterstreicht jedoch, dass mit einer kurzfristigen Entspannung der Versorgungskrise nicht zu rechnen ist.
Quelle: CBC (https://t1p.de/lyq9d)
Autor: Leon Latozke
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