Neues aus Kuba
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12.05.2026 10:00 Uhr
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Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte, dass ihr Land kein Erdöl mehr nach Kuba liefern wird, da die Insel „Öl von Russland“ erhält. Stattdessen konzentriert sich Mexiko auf humanitäre Hilfe.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: #MañaneraDelPueblo desde Palacio Nacional. Lunes 11 de mayo 2026. Rechte beim Uploadenden.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat am Montag (11.) klargestellt, dass ihr Land künftig kein Erdöl mehr nach Kuba liefern werde. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die Insel derzeit mit russischen Lieferungen versorgt werde. „Sie erhalten Erdöl von Russland, daher konzentrieren wir uns auf andere humanitäre Unterstützung“, erklärte Sheinbaum bei ihrer morgendlichen Pressekonferenz im Nationalpalast. Statt Treibstoff habe Mexiko an diesem Tag ein Schiff mit Hilfsgütern auf den Weg nach Kuba geschickt, ohne jedoch näher zu erläutern, welche Produkte genau an Bord waren.
Die Ankündigung beendet vorerst monatelange Ungewissheit über mexikanische Öllieferungen an das sozialistische Karibikland. Bereits Ende Januar 2026 hatte der staatliche Energiekonzern Pemex eine für Kuba geplante Ladung des Tankers „Swift Galaxy“ ohne offizielle Begründung gestrichen. Dies geschah vor dem Hintergrund massiver Drohungen von Donald Trump, der Zölle gegen alle Länder verhängen wollte, die „direkt oder indirekt“ Erdöl nach Kuba liefern. Sheinbaum hatte die damaligen Lieferungen noch als legitime Handelsabkommen und humanitäre Geste verteidigt und betont, Pemex treffe „souveräne Entscheidungen“. Dennoch nahm der Konzern die Transporte nicht wieder auf – nicht einmal in einem kurzen Zeitfenster von rund drei Wochen, in dem die Trump-Administration die Zölle vorübergehend aussetzte. Unter Sheinbaums Regierung hatte Mexiko im Jahr 2025 noch rund 17 Prozent des kubanischen Treibstoffbedarfs gedeckt. Die Exporte beliefen sich auf 560 Millionen Dollar jährlich, was einem Durchschnitt von 17.200 Barrel pro Tag entsprach – der höchste Wert seit 25 Jahren. Abgewickelt wurden diese Geschäfte über die Tochterfirma Gasolinas del Bienestar S.A. de C.V., die eigens für diese Operationen gegründet worden war und im Mai 2026 aufgelöst wurde. Die einzige nennenswerte Energiehilfe für Kuba in diesem Jahr kam aus Russland: Am 31. März legte der Tanker „Anatoly Kolodkin“ im Hafen von Matanzas an und lieferte 100.000 Tonnen Rohöl – umgerechnet rund 730.000 Barrel – als humanitäre Spende. Der russische Außenminister Sergej Lawrow räumte Mitte April allerdings ein, dass diese Hilfe „wohl nur ein paar Monate reichen“ werde. Bereits im Mai zeichnet sich ab, dass die Vorräte zur Neige gehen, ohne dass neue Lieferungen aus Russland bestätigt wären. Die Energiekrise auf der Insel verschärft sich währenddessen dramatisch. Für den Montag prognostizierten die Behörden ein Stromdefizit von 1.955 Megawatt zur abendlichen Spitzenzeit – bei einer Verfügbarkeit von lediglich 1.245 Megawatt und einer Nachfrage von 3.200 Megawatt. In den ersten Maitagen erlebten Provinzen wie Granma und Holguín tagelange Blackouts von bis zu 24 Stunden. Innerhalb der vergangenen 18 Monate kam es in Kuba zu mindestens sieben Totalausfällen des nationalen Stromnetzes. Sheinbaum bekräftigte die historische ablehnende Haltung Mexikos gegenüber dem US-Embargo gegen Kuba, das seit 1962 besteht. „Wir werden weiterhin humanitäre Hilfe für ein Volk senden, das sie benötigt“, sagte sie. Angesichts der schwindenden russischen Ölvorräte und fehlender Zusagen anderer Lieferanten droht Kuba in den kommenden Wochen ein kompletter energetischer Zusammenbruch. Die mexikanische Regierung scheint jedoch nicht bereit, diese Lücke zu füllen – und setzt stattdessen auf nicht näher definierte Hilfslieferungen, deren Umfang und Wirkung bislang unklar bleiben.
Quelle: Youtube (https://is.gd/TRfEsz)
Autor: Leon Latozke
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