Neues aus Kuba
|
06.06.2026 09:00 Uhr
Ein kolumbianisches Marineschiff mit 100 Tonnen Hilfsgütern ist Richtung Kuba unterwegs. Die Ladung umfasst Lebensmittel, Medikamente und Solarpanele.
Abbildung: Hafen von Havanna. Symbolbild von Abrajam Escalante auf Unsplash
Kolumbien hat am Freitag (6.) rund 100 Tonnen humanitärer Hilfsgüter nach Kuba entsandt, um die dortige Not angesichts der schweren Energie- und Wirtschaftskrise zu lindern. Die Ladung, die laut der kolumbianischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (APC Colombia) unter anderem haltbare Lebensmittel, Medikamente, Krankenhausbedarf, Elektromaterial, Haushaltsgegenstände und Solarmodule umfasst, verließ den Hafen von Cartagena an Bord des Marineschiffs ARC Caribe. Die Hilfslieferung ist eine Reaktion auf die anhaltenden Versorgungsengpässe, die durch die Wirtschaftskrise und die US-Sanktionen noch verschärft werden.
In einer auf der Platform X verbreiteten Erklärung betonte die APC Colombia, die Aktion sei ein „Zeichen des Engagements Kolumbiens für internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe zwischen Bruderländern“. Man wolle die „Bande der regionalen Solidarität stärken und zur Versorgung von Gemeinschaften beitragen, die weiterhin unter schwierigen Bedingungen leben“. Die Generaldirektorin der APC, Alexandra Palencia, hob hervor, die Lieferung sei „ein Ausdruck der Solidarität, die unsere Völker verbindet“: „Angesichts von Schwierigkeiten müssen Kooperation und gegenseitige Unterstützung die Antwort sein.“ Ergänzt wird die staatliche Hilfe durch mehr als sieben Tonnen Spenden von kolumbianischen Solidaritätsbewegungen, der Vereinigung in Kolumbien lebender Kubaner und weiterer zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Bereits im April hatte Kolumbien Medikamente, medizinische Güter und Lebensmittel nach Havanna geschickt, um die durch die schwere Krise verursachte Unterversorgung zu mildern. Im November des Vorjahres waren 240 Tonnen Hilfsgüter auf der Insel eingetroffen, die nach den Verwüstungen des Hurrikans Melissa im Osten Kubas dringend benötigt wurden. Die aktuelle Lieferung unterstreicht die fortgesetzten bilateralen Bemühungen, die Auswirkungen der vielschichtigen Notlage in dem sozialistischen Land abzufedern. Die kubanische Wirtschaft leidet unter chronischen Engpässen bei Grundnahrungsmitteln, Treibstoff und Strom, während die alternde Infrastruktur und die US-Sanktionen die Krise weiter vertiefen. Die kolumbianischen Hilfsgüter sind daher ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Lage auf der Karibikinsel.
Quelle: DW (https://t1p.de/phu9s)
Autor: Leon Latozke
Letzte Meldungen
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |



RSS-Feed