Neues aus Kuba
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28.07.2026 08:00 Uhr
Kolumbiens designierter Präsident Abelardo de la Espriella erklärte, nach seinem Amtsantritt am 7. August die diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Nicaragua abzubrechen. "In meiner Regierung wird es keinerlei Beziehungen zu Tyranneien geben", so De la Espriella
Abbildung: Symbolbild
Kolumbiens designierter Präsident Abelardo de la Espriella hat angekündigt, unmittelbar nach seinem Amtsantritt am 7. August die diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Nicaragua abzubrechen. In einer Mitteilung auf seinen Onlinekanälen begründete der 47-jährige Rechtsanwalt diesen Schritt mit den Worten: "In meiner Regierung wird es keinerlei Beziehungen zu Tyranneien geben." Damit setzt der rechte Hardliner ein deutliches Zeichen und vollzieht einen scharfen Bruch mit der Politik seines Vorgängers Gustavo Petro.
De la Espriella kündigte zugleich die Schließung von 15 Konsulaten und 14 Botschaften an. Betroffen sind unter anderem die Vertretungen in Algerien, Haiti, Barbados, Ungarn, Senegal, Äthiopien und Südafrika. Er betonte jedoch, dass die Schließungen in diesen Fällen keinen vollständigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen bedeuteten; kolumbianische Staatsbürger sollten künftig von anderen Botschaften betreut werden. In Frankreich und Italien plant er eine Zusammenlegung diplomatischer Büros. Gleichzeitig soll die kolumbianische Botschaft in Jerusalem wiedereröffnet werden – ein symbolträchtiger Schritt, der die Abkehr von der pro-palästinensischen Linie seines Vorgängers verdeutlicht. Petro hatte 2024 wegen des Gazakriegs die Beziehungen zu Israel abgebrochen und eine Botschaft in den Palästinensergebieten geplant, ein Vorhaben, das De la Espriella nun stoppt. Die durch die Schließungen erzielten Einsparungen sollen nach seinen Worten in die innere Sicherheit fließen. Um die Präsenz in Afrika neu zu strukturieren, ist zudem die Eröffnung einer neuen Botschaft in Nigeria vorgesehen. Der Polit-Neuling, der die Präsidentschaftswahl im Juni knapp gewonnen hatte und von US-Präsident Donald Trump unterstützt wurde, steht für einen kompromisslosen Rechtskurs. Er will bewaffnete Gruppen mit massiver militärischer Gewalt bekämpfen und Mega-Gefängnisse errichten. Zugleich plant er, die Stadt Barranquilla zum ständigen Regierungssitz zu machen. Der bisherige Amtssitz Casa de Nariño in Bogotá soll in ein öffentlich zugängliches Museum umgewandelt werden. Mit diesen Maßnahmen demonstriert De la Espriella bereits vor seiner Vereidigung, dass er seine angekündigte Politik mit aller Härte umsetzen wird.
Quelle: Latin America Reports (https://t1p.de/n90mu)
Autor: Leon Latozke
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