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Der Umtausch von Fremdwährungen in Kuba ist 2025 weiterhin kompliziert geregelt. Während Touristen problemlos Euro oder Dollar in Pesos tauschen können, ist der Rückumtausch nur noch mit digitalem Termin und erheblichem Aufwand möglich.
02.08.2025 07:31 Uhr
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Der Umtausch von Devisen bleibt in Kuba auch im Jahr 2025 ein bürokratisch geprägter Prozess – besonders, wenn es um den Kauf von US-Dollar oder Euro geht. Während der Umtausch von Fremdwährungen in Pesos (CUP) nach wie vor spontan möglich ist, unterliegt der Erwerb harter Währung strengen staatlichen Regeln. Für Reisende empfiehlt sich daher eine gute Vorbereitung.
Die staatliche Wechselstube Cadeca (Casa de Cambio S.A.) ist weiterhin die zentrale Anlaufstelle für den Devisenumtausch. Ihre Filialen befinden sich in Flughäfen, Hotels und Städten. Die offiziellen Wechselkurse werden täglich von der kubanischen Zentralbank (BCC) veröffentlicht. Der offizielle Kurs für den US-Dollar beträgt rund 120 CUP – deutlich unter dem informellen Marktwert. Keine Dollar ohne Termin Wer in Kuba Pesos in US-Dollar oder Euro umtauschen will – etwa um zurückreisenden Touristen Restgeld zu tauschen –, muss zwingend einen Termin über die App MiTurno buchen. Die App ist Teil der staatlichen Plattform Transfermóvil. Die Buchung erfordert eine Identifizierung per Personalausweis oder Pass und eine Verwaltungsgebühr von 10 CUP. Der Höchstbetrag liegt in der Regel bei 100 US-Dollar. Spontane Wechsel sind nicht mehr vorgesehen – auch nicht für Ausländer. In der Praxis erweist sich das System jedoch als schwer zugänglich: Die Wartezeiten für einen Termin liegen oft bei mehreren Monaten, teils über ein Jahr. Viele Cadeca-Filialen verfügen zudem über keinerlei verfügbare Devisen. Umtausch in CUP problemlos möglich Im Gegensatz dazu ist der Umtausch von US-Dollar oder Euro in kubanische Pesos für Touristen weiterhin problemlos möglich – ohne Voranmeldung, ohne App. Dies erfolgt direkt in Cadeca-Filialen, in Hotels oder am Flughafen. Allerdings ist der Kurs wenig attraktiv: Während offiziell etwa 120 CUP für einen Dollar gezahlt werden, erhält man auf dem informellen Markt deutlich mehr – aktuell über 380 CUP. Der informelle Markt boomt Die große Differenz zwischen offiziellen und inoffiziellen Kursen hat einen stabilen Parallelmarkt hervorgebracht. Dieser funktioniert über persönliche Kontakte, soziale Netzwerke oder informelle Vermittler – oft Angestellte im Tourismussektor. Zwar sind diese Angebote unreguliert und mit Risiken verbunden, doch sie sind für viele die einzige praktikable Lösung. Die Regierung versucht, durch Reformen gegenzusteuern. Premierminister Manuel Marrero Cruz kündigte für dier Zweite Hälfte 2025 die Einführung eines flexiblen Wechselkurses an, der sich künftig stärker am realen Markt orientieren soll. Ein konkretes Startdatum wurde bisher nicht genannt. Solange jedoch die staatlich verfügbaren Devisen begrenzt bleiben, wird sich für viele Reisende wenig ändern: Wer legal Kubanische Pesos tauschen will, muss Geduld mitbringen – oder Alternativen abwägen. Autor: Leon Latozke
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