Neues aus Kuba
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Trotz wieder steigender touristischer Angebote warnt das Auswärtige Amt vor Kuba. Tägliche Stromausfälle, Kriminalität und Engpässe im Gesundheitswesen stellen Risiken dar. Dengue- und Chikungunya-Fieber treten weiterhin auf. Wer die Insel besucht, muss gut vorbereitet sein.
23.01.2026 09:30 Uhr
Kuba bemüht sich um eine Rückkehr auf den internationalen Tourismusmarkt. Während einzelne Reiseveranstalter wieder Angebote für die Karibikinsel auflegen, rät das Auswärtige Amt weiterhin zu erhöhter Vorsicht. Die Sicherheits- und Versorgungslage auf der Insel bleibt angespannt – mit spürbaren Folgen für Reisende.
Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist Kuba derzeit von einer anhaltenden Energiekrise betroffen. In vielen Landesteilen kommt es zu täglichen, teils mehrstündigen Stromabschaltungen. Ursache sind veraltete und beschädigte Kraftwerke, deren Sanierung nur langsam vorankommt. Die Stromausfälle beeinträchtigen nicht nur den Alltag der Bevölkerung, sondern auch die öffentliche Sicherheit. Vor allem in urbanen Zentren wie der Altstadt von Havanna fehlt nachts häufig die Straßenbeleuchtung, was das Risiko für Straftaten erhöht. Parallel dazu registrieren die Behörden eine Zunahme von Kriminalitätsdelikten. Besonders Diebstähle von Taschen und Wertgegenständen treten vermehrt an touristischen Orten und Stränden wie den Playas del Este auf. Das Auswärtige Amt weist zudem darauf hin, dass es in Einzelfällen zu Sexualdelikten gekommen ist. Allein reisenden Frauen wird daher besondere Vorsicht empfohlen. Auch die medizinische Versorgung bereitet Sorge. Kuba leidet weiterhin unter erheblichen Engpässen bei Medikamenten und medizinischem Material. Durch die instabile Stromversorgung ist eine verlässliche Notfallbehandlung nicht jederzeit gewährleistet. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund relevant, dass auf der Insel nach wie vor mückenübertragene Krankheiten auftreten. Denguefieber, Chikungunya- und Oropouche-Fieber werden weiterhin gemeldet, auch wenn die Zahl der Erkrankungen seit Herbst 2025 rückläufig ist. Trotz dieser Rahmenbedingungen setzen einige Anbieter auf eine touristische Erholung. Während der Reisekonzern TUI sein Kuba-Programm zum Ende der Wintersaison eingestellt hat, nimmt Falk Travel die Destination wieder in sein Portfolio auf. Das Unternehmen verweist auf eine grundsätzlich vorhandene touristische Infrastruktur und sieht Potenzial für ein Comeback im deutschen Markt. Demgegenüber stehen jedoch die anhaltenden strukturellen Probleme des Landes. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, eine Kuba-Reise sorgfältig zu prüfen und sich umfassend vorzubereiten. Dazu gehören das Mitführen ausreichend benötigter Medikamente, ein konsequenter Mückenschutz sowie die vorherige Klärung, ob die gebuchte Unterkunft über Notstromaggregate verfügt. Zusätzlich sind Teile der Verkehrs- und Energieinfrastruktur weiterhin durch die Folgen des Hurrikans „Melissa“ beeinträchtigt. Kuba präsentiert sich damit derzeit als Reiseziel zwischen vorsichtiger Öffnung und anhaltender Krise. Für Urlauber bleibt die Insel vorerst ein Ziel mit erhöhtem Risiko, dessen Besuch gut abgewogen sein will. Autor: Leon Latozke
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