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Kuba bestätigt „Kommunikation“ mit den USA, sagt jedoch, dass noch keine Verhandlungen stattfinden3/2/2026
Kuba bestätigt Kontakte zu den USA, ohne dass bisher formelle Verhandlungen über ein Ende der US-Sanktionen begonnen wurden. Die kubanische Regierung betont ihre Bereitschaft zum Dialog, doch konkrete Vereinbarungen bleiben aus.
03.02.2026 08:20 Uhr
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Die kubanische Regierung befindet sich nach eigenen Angaben in Kontakt mit den Vereinigten Staaten, ohne dass bislang formelle Verhandlungen über ein Ende der US-Druckkampagne begonnen wurden. „Heute können wir nicht von einem Dialog mit den Vereinigten Staaten sprechen, aber es ist richtig, dass es Kontakte zwischen beiden Regierungen gegeben hat“, erklärte Vizeaußenminister Carlos Fernandez de Cossio am Montag gegenüber AFP. Gleichzeitig betonte er, dass Kuba für Gespräche offen sei.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, sein Land stehe in Kontakt mit „den höchsten Vertretern“ Kubas und erwarte, „einen Deal“ mit der Regierung auf der Insel zu erzielen. Konkrete Details nannte er nicht. Die US-Druckmaßnahmen verschärften sich seit der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar durch US-Spezialkräfte. Venezuela ist ein enger Verbündeter Kubas und lieferte bislang einen Großteil des Rohöls an die Insel. Infolge der politischen Veränderungen in Caracas hat Venezuela die Ölversorgung nach Kuba reduziert. Gleichzeitig drohte Trump Mexiko mit Strafzöllen, sollte das Land weiterhin Öl an Kuba liefern. Mexiko hatte zuletzt teilweise die Versorgung übernommen, um die Einbußen aus Venezuela auszugleichen. Präsidentin Claudia Sheinbaum warnte vor einer „weitreichenden humanitären Krise, die Krankenhäuser, Lebensmittelversorgung und andere Grunddienste direkt betreffen würde“, betonte aber zugleich die wirtschaftlichen Risiken für Mexiko. Ein US-Erlass zwingt Mexiko und andere Partner, zwischen der Fortführung der Lieferungen und möglichen US-Strafmaßnahmen zu wählen. Die wirtschaftliche Lage in Kuba verschärft sich zunehmend. An Tankstellen bilden sich lange Schlangen, während die Versorgung mit Benzin und anderen Kraftstoffen knapp wird. Stromausfälle dauern in ländlichen Regionen teilweise bis zu 20 Stunden täglich. Der 23-jährige Student Jorge Grosso berichtete, er habe fast 24 Stunden in einer Tankstellenschlange verbracht, um seinen Wagen zu betanken, und sprach sich für Gespräche mit den USA aus, „um zu sehen, welche Bedingungen gestellt werden“. Trumps Rhetorik verstärkt den Druck auf die kubanische Regierung: Kuba sei eine „gescheiterte Nation“, erklärte der US-Präsident erneut. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass man „ziemlich nah an einem Deal“ sei, während Gespräche mit kubanischen Führungspersönlichkeiten geführt würden. Die aktuelle Lage ist Teil eines größeren geopolitischen Zusammenhangs, in dem die USA Einfluss auf Kuba, Mexiko und andere regionale Partner ausüben, um politische und wirtschaftliche Ziele durchzusetzen. Für Kuba bedeutet dies eine wachsende Abhängigkeit von internationalen Verhandlungen, um die akute humanitäre Krise abzumildern. Konkrete Verhandlungen über ein Ende der US-Sanktionen wurden bisher jedoch nicht aufgenommen. Vor diesem Hintergrund steht die kubanische Regierung vor der Aufgabe, die Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Treibstoff und Lebensmitteln zu sichern, während die wirtschaftlichen Engpässe und die US-Sanktionen die Insel weiterhin stark belasten. Analysten betrachten die aktuellen Kontakte mit Washington als ersten Schritt, der jedoch von greifbaren Vereinbarungen noch entfernt ist.
Quelle: France 24 (https://t1p.de/gih9l)
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Text: Leon Latozke
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