Neues aus Kuba
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06.03.2026 08:00 Uhr
Kuba stellt nach einem großflächigen Stromausfall sein Stromnetz wieder her, bleibt aber weit von der Normalversorgung entfernt. Die Ursache: die US-Ölblockade gekoppelt mit dem Ausfall eines Wärmekraftwerks. Nur ein Drittel Havannas hat Strom, die nationale Kapazität liegt deutlich unter Soll.
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Nach einem großflächigen Stromausfall, der zwei Drittel Kubas für 16 Stunden lahmlegte, teilte das kubanische Energieministerium am Donnerstag (5.) mit, dass das nationale Stromnetz der Insel wieder landesweit verbunden sei. Auslöser für den Blackout war laut Ministerium ein Ausfall des Ölkraftwerks Antonio Guiteras, etwa 100 Kilometer östlich von Havanna.
Lazaro Guerra, Direktor der Stromversorgung im Energieministerium, erklärte im Staatsfernsehen, das Netz sei nun von Pinar del Río bis Guantánamo wieder verbunden, wobei die Leistungsfähigkeit weiterhin eingeschränkt sei. Derzeit stünden rund 590 Megawatt zur Verfügung, deutlich unter der üblichen Kapazität von knapp 2.000 Megawatt. In Havanna seien bislang nur etwa 36 Prozent der Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen. Die Rückkehr zur vollen Versorgung wird Tage dauern, während Reparaturen am Guiteras-Kraftwerk fortgesetzt werden. Die Ursachen des Ausfalls liegen tiefer: Seit der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am 3. Januar hat die US-Regierung die Öllieferungen an Kuba unterbrochen. Weitere Öllieferungen durch andere Länder wurden durch US-Drohungen mit Strafzöllen verhindert, sodass selbst geplante Lieferungen aus Mexiko ausgesetzt wurden. Das Fehlen von Treibstoff verschärft die ohnehin angespannte Lage des veralteten kubanischen Stromnetzes und macht es anfälliger für Ausfälle. „Die aktuelle operative Situation ist grundsätzlich durch die Treibstoffknappheit im Land geprägt. Diese Knappheit, gekoppelt mit dem Ausfall im Guiteras-Werk, hat den Systemausfall klar ausgelöst“, sagte Guerra auf Nachfrage. Die kubanische Regierung betonte damit den direkten Zusammenhang zwischen der US-Ölblockade und der Stromkrise. Kuba kämpft seit Jahren mit wiederkehrenden Stromausfällen. Schon vor den jüngsten US-Maßnahmen kam es regelmäßig zu Unterbrechungen, da sowohl die Lieferungen aus Venezuela eingeschränkt waren als auch die veraltete Infrastruktur des Landes Investitionen dringend benötigte. Der jüngste Blackout verdeutlicht jedoch die Zuspitzung der Energieprobleme in einem Land, dessen Versorgung stark von importiertem Öl abhängig ist.
Quelle: REUTERS (https://t1p.de/gzzha)
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