Neues aus Kuba
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09.05.2026 08:00 Uhr
Kuba hat das von US-Außenminister Marco Rubio erwähnte Hilfsangebot über 100 Millionen Dollar als „erfunden“ zurückgewiesen. Außenminister Rodríguez sprach von einer „Fabel“, die von den gravierenden Folgen des US-Wirtschaftskriegs ablenken solle. Rubio hatte zuvor gesagt, das kubanische Regime lehne die Verteilung humanitärer Hilfe ab.
Die kubanische Regierung hat die jüngsten Aussagen von US-Außenminister Marco Rubio zu einem angeblichen Hilfsangebot in Höhe von 100 Millionen Dollar scharf zurückgewiesen und als „Märchen“ bezeichnet. Außenminister Bruno Rodríguez warf Rubio am Freitag (8.) vor, bewusst die Unwahrheit zu sagen, um seine „kriminellen Übergriffe“ gegen das kubanische Volk zu rechtfertigen. In einer Mitteilung auf sozialen Netzwerken stellte Rodríguez klar, dass diese angebliche Hilfe nichts als eine Erfindung sei, mit der Rubio sowohl die Kubaner als auch die US-Bürger täuschen wolle. „Wo sind diese Gelder? Wofür sollen sie verwendet werden?“, fragte der Diplomat provokativ und verwies darauf, dass die tatsächlichen Zahlen bekannt seien: die Milliardenverluste, die Kuba durch die US-Wirtschaftsblockade erleide.
Der kubanische Chefdiplomat betonte, Rubio sei sich der verheerenden Auswirkungen dieser „Kriegswirtschaft“ bewusst – insbesondere der Einschränkungen bei Einnahmen, Technologie, Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten. „Es bedarf einer großen Portion Zynismus, um eine angebliche Hilfe so unverfroren und lügnerisch zu verkünden“, schrieb Rodríguez. Bereits zuvor hatte er ähnliche Äußerungen des US-Außenministers als „zynisch, heuchlerisch und verlogen“ abgetan. Die Aggression der USA gegen Kuba sei ein „genozidaler Kollektivstrafakt“, der die gesamte Nation als Geisel nehme, um sie zu beherrschen. Rubio hatte am Freitag auf einer Pressekonferenz in Rom erklärt, die USA hätten bereits sechs Millionen Dollar humanitäre Hilfe über die katholische Hilfsorganisation Caritas bereitgestellt. „Wir sind bereit, mehr zu tun. Tatsächlich haben wir dem Regime 100 Millionen Dollar angeboten“, so Rubio, der jedoch einräumte, dass die kubanische Regierung die Verteilung der Hilfsgüter – unter anderem für Hurrikanopfer – bisher nicht akzeptiert habe. Die Aussagen stehen im Kontext eines sich zuspitzenden Konflikts: Seit Januar erhöht Washington den Druck auf Havanna, wirtschaftliche und politische Reformen durchzuführen. Eine verschärfte Ölblockade hat die ohnehin prekäre Wirtschaftslage der Insel weiter dramatisch verschlechtert. Zuletzt drohten US-Vertreter, keine militärischen oder nachrichtendienstlichen Basen von „Gegnern“ wie China auf Kuba zu dulden. Havanna weist diese Behauptungen als „fadenscheinige Vorwände“ zurück, die eine mögliche Intervention rechtfertigen sollen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/lthjd)
Autor: Leon Latozke
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